Langkawi Road Trip Reisebericht

Raus aus dem Hostel in George Town, ab auf die Fähre, von da in den Bus, auf eine andere Fähre und rein ins Taxi. Nach ca. 7 Stunden waren wir da. Auf der Insel Langkawi ganz im Norden Malaysias! Er gilt als perfekter Ort, um hier seinen Urlaub zu verbringen, auch bei Einheimischen. Wir machen die Tür vom Taxi auf und stehen mittendrin. Mittendrin im Touri-Trubel am Cenang Beach, dem „Hauptstrand“ der Insel mit den meisten Unterkünften.

 

Der erste Eindruck von Langkawi

„Ach du Kacke!“
Auf den ersten Blick könnte man denken, man sei auf Malle gelandet: Partyhostels und so weit das Auge reicht Touristen auf dem Weg zum Strand. Überall Schilder mit American Breakfast, British Breakfast, Western Food, Mexican Food und den Burgern des Tages. Alles natürlich zu saftigen Preisen, zumindest für malaysische Verhältnisse. Zwischendrin immer wieder Strandbars mit ihren prallen Cocktailkarten, die darauf warteten, abends bestellt zu werden. Einige Backpacker fühlten sich vielleicht wie im Himmel, wie eher nicht so.

Mit vielen Touristen hatten wir hier ja gerechnet, immerhin gilt Langkawi als der Urlaubsort schlechthin, auch für Einheimische. Aber so viel Tourismus hatten wir dann doch nicht erwartet. Vor allem nicht, wenn man es nicht gewohnt war, dass einem nur sonnenverbrannte Europäer entgegen kommen, statt lächelnden Malaiien.

Hallo erster Eindruck! Aber gut, wir sind ja gerade erst ein paar Minuten auf der Insel unterwegs.

 

Unser Guesthouse war ganz im Süden vom Cenang Beach, also hatten wir noch ein paar Minuten Fußweg vor uns.

Je weiter wir liefen, desto weniger Western-Restaurants, Verkaufsstände und Cocktailbars begegneten uns. Die Straße wurde ruhiger und leerer. Die ersten einheimischen Gerichte waren angeschlagen und der ein oder andere normale Supermarkt begegnete uns. Gott sei Dank. Irgendwann zeigte schließlich ein Schild am Wegrand mit der Aufschrift „Zackry’s“ eine Einfahrt hinunter.

Und wir sahen von weitem: „Das Hostel sieht jetzt schon cool aus!“ Wie eine kleine Bungalowanlage. Direkt hinter der Rezeption war ein offener, überdachter Gemeinschaftsraum neben dem eine voll ausgestattete Küche steht. Und das Beste: Im Gemeinschaftsraum standen Automaten mit Getränken aller Art (sogar Bier) und verschiedenen Snacks und Cornflakes für’s Frühstück. Alles auch noch zu super fairen Preisen.

Langkawi Unterkunft Zackrys

Da kann man auch ruhig mal nachts um halb 4 rüber huschen und sich eine Packung Schokocookies gönnen, weil man total aufgeregt ist, dass das erste Youtube-Video gerade im Upload steckt. Wasser gab es gratis zum selberzapfen, genauso wie Kaffee und Tee. Gut, Guesthouse ist schon mal top. Hoffentlich der Rest der Insel auch…

 

„Guten Morgen! Ist noch ein Roller frei?“

Kaution gezahlt, Helm aufgesetzt und los ging es, quer über die Insel, weg vom Cengang Beach. Endlich wieder dieses unbeschreibliche Freiheitsgefühl, wenn du auf dem Moped sitzt und dir der Wind um die Ohren pfeift, während man über eine Insel düst! Wir hatten uns am Vortag eine Karte geschnappt und eingekreist, welche Orte auf der Insel ganz cool aussahen.

Und so war unser erster Stop der Strand Tanjung Rhu im Nordosten von Langkawi.

Man munkelt, dass der Strand auf der Karte für Touristen falsch eingezeichnet wurde, da er heute einem Hotel-Resort gehört und man da nicht so viele Leute sehen möchte. Und tatsächlich findet man an der „falsch“ eingezeichneten Stelle auf der Karte einen Strand – allerdings nicht den, zu dem wir wollten.
Für uns ging es also weiter die Straße runter. „Meinste, der kommt noch? Vielleicht war der das ja schon?“, rief Ania durch den Gegenwind zu mir nach vorn. Ich schüttelte den Kopf. Das kann er nicht gewesen sein. Dafür sah er einfach nicht zu ‚versteckt’ aus. Also fuhr ich weiter. Und siehe da: Nach ein paar Minuten kam ein Wachposten mit Schranke zum Vorschein.

„Hi, Tanjung Rhu Beach?“, fragten wir. Der Kerl in Uniform lächelte, kam auf uns zu und schon bekamen wir ein Blatt Papier in die Hand, dass wir ausfüllen und unterschreiben sollten: Strand nicht verschmutzen, sich angemessen benehmen und, und, und. Solche Zettel sollte jeder und an jedem Strand am besten ausfüllen… außerdem stand dort noch eine Zeile, dass nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern hier durchgelassen wird. Jawoll! Das klingt nach dem, was wir suchen! Gut, wären wir zu spät gewesen, wäre es kacke geworden, aber so klingt es natürlich perfekt.

Ein paar hundert Meter weiter kamen wir am Strand an. Nur eine Hand voll Verkaufsstände und nur wenige Menschen, die sich auf dem Strand gut verteilt haben! Hinter uns alles buschig grün bewachsen, unter uns der aufgeheizte Sand und vor uns das Meer mit Blick auf ein paar kleine Felsen und Inseln im Wasser.

Langkawi Tanjung Rh

Langkawi Tanjung Rhu Aussicht

Die Chucks wurden ausgezogen, die Klamotten auch und wir gingen sofort ins Wasser – das erste Mal, dass wir so richtig Meer auf unserer Weltreise hatten! Wir verloren das Zeitgefühl, waren die komplette Zeit nur im Wasser und als uns danach war, gingen wir mit Salz auf der Haut und nassen Haaren zurück zum Moped. Ania holte die Karte raus.

„Ok, zum Wasserfall?“ Wir setzten die Helme auf und fuhren den Weg zurück am Wachposten vorbei, winkten dem Mann noch zu, der uns durchgelassen hatte und beobachteten die Affen und das Grün neben uns.

 

Nächstes Ziel: der Wasserfall Durian Perangin.

„Am nächsten Kreisverkehr die zweite Ausfahrt nehmen!“, rief Ania. Orientierung hat sie zwar nicht, aber Kartenlesen kann sie dafür umso besser! :D
Zum Wasserfall führte eine kaum befahrene Straße, die gefühlt mitten durch einen kleinen Regenwald geht. Unsere Musikbox aufgedreht genossen wir die Fahrt in vollen Zügen.

Ich wollte schon immer in einem „Naturpool“ von einem Wasserfall baden.
In dem frischesten, klarsten und natürlichsten Wasser, das man sich vorstellen kann. Direkt vom Berg hinunter plätschernd.
Während wir die steilen Stufen, teils aus Steinen und teils aus Baumwurzeln, zum Wasserfall hochstiegen, ließ das langsam fließende Wasser neben uns am Berg jedoch nicht darauf hoffen, oben einen Naturpool zu finden. „Achja. Ist ja Ende der Trockenzeit…“, fiel uns ein.

Auf dem Weg begegneten uns nur wenige Leute und wenn, dann kamen sie uns entgegen. Yes! Und einer von ihnen in Badeklamotten! Yes, yes, yes!
Oben angekommen sahen wir ihn: den Wasserfall. Und er führte direkt in ein Loch voller Wasser! Wir kletterten sofort den kleinen Felsen vor uns runter, zogen Hose und Shirt aus, und gingen schnell zum Wasser – als unsere Schritte dann doch langsamer wurden und wir merkten: „Kahahahahaaalllllt!“ :D Aber egal, da mussten wir jetzt durch, denn: Naturpoooooooool!

langkawi-durian-perangin-baden

Es war noch so viel besser als der Strand. Unsere eigene kleine Oase auf Zeit! Wir verbrachten hier einige Minuten und genossen es, alles nur für uns zu haben. Es war klares, natürliches, eiskaltes Wasser und es machte spätestens da Langkawi dann doch zu einer coolen Insel! Und kurz bevor eine große Gruppe an Leuten die Treppen hinaufkam, machten wir uns wieder vom Acker. Perfektes Timing!

 

Moped gestartet, Musikbox aufgedreht…

…und rein in die Polizeikontrolle. „Mach leiser, mach leiser!“, tippte Ania mir schnell auf die Schulter, doch als ich den Motor ausmachte, war es zu spät: die Musik dröhnte in voller Lautstärke aus dem kleinen Fach im Moped und der Polizist kam auf uns zu. „Führerschein bitte.“ Ich drehte dann noch schnell die Musik leiser, als er sagte: „Ach, lass ruhig an! Gefällt mir!“ und er lachte. Entspannt, die Polizei hier. Gut, wär‘ ich auch, wenn ich auf so einer Insel am Meer arbeiten würde. Dennoch, ein bisschen nervös geben wir den internationalen Führerschein ab. Irgendwie hat man auf der Straße immer das Gefühl, was falsch gemacht zu haben, wenn Polizei in der Nähe ist. Freund und Helfer und so …

Aber ein Blick auf den Führerschein und wir konnten weiterfahren. „Good music!“, rief er noch einmal mit dem Daumen hoch und drehte sich um. Gott sei Dank. Hätte auch anders laufen können, zum Beispiel wie bei den beiden Touristen vor uns… die hatten noch einen Berg Papierkram auf der Motorhaube des Polizeiwagens auszufüllen. Wir rauschten vorbei.

 

Weiter ging die Suche nach dem Black Beach.

Dabei sind wir drei Mal dieselbe Straße auf und abgefahren. Ja, richtig. Die, mit der Polizeikontrolle. Sagen wir mal so: Man kannte uns. Mit VIP-Status wurden wir als einzige vorbeigewinkt, während der Rest rechts ranfahren musste.

Wir haben den schwarzen Strand eine halbe Stunde lang gesucht und einfach nicht gefunden. Weder unsere Karte, unsere App, noch die Wegbeschreibungen der Polizisten oder die der Einheimischen, die seltsamerweise zu verschiedenen Orten führten, konnten uns helfen.

Also entweder wechselt der Strand nur zu bestimmten Zeiten die Farbe in Schwarz oder wir waren einfach zu doof. Oder beides. Ein viertes und fünftes Mal wollten wir die Polizisten dann auch nicht mehr Grüßen und haben die Suche eingestellt… „Ach, schwarzen Sand will doch eh keiner sehen“, log Ania einfach mal liebevoll, um zu trösten und wir fuhren weiter. Insgeheim aber wussten wir wohl: Wir wollen eh lieber zum nächsten Wasserfall!

 

Nächster Halt: Temrun Wasserfall

Oder Industriegebiet. Durch den unbeabsichtigten Abstecher, von dem wir dachten, er sei eine Abkürzung, hat sich die Strecke etwas gezogen und die Tanknadel in den tief-tief-tief-dunkel-roten Bereich befördert. Im Energiesparmodus haben wir es dann aber noch sicher zur Tanke geschafft. Und nur 3 Ringit für eine volle Tankfüllung gezahlt. Das sind übrigens umgerechnet ganze 0,66€.

Den Fotos nach ist der Temrun Wasserfall noch einen Tacken größer als der Durian Perangin. Wir saßen gespannt auf dem Roller und ließen das gute Ding den Berg hinauf ordentlich ackern. Es ging eine dichtbewachsene Straße entlang, an der rechts und links immer wieder Affen saßen und auf Autos warteten, von denen sie gefüttert werden. Von den Leuten gibt es leider viel zu viele, die ihnen Essen hinwerfen, nur um ein Foto zu ergattern.

Das Füttern der Affen ist ein allgemeines Problem, nicht nur hier auf Langkawi und in Malaysia. Denn ursprünglich hat man die Affen nie in der Nähe von Menschen gesehen, da sie früher gejagt wurden und die Flucht ergriffen haben. Heute füttert man die süßen Kerlchen mit allem, was man so findet und wundert sich später, warum sie einem Tüten und Essen klauen und die Affen nicht mehr ihrer „Aufgabe“ in der Natur nachgehen. „It disturbs the balance of nature“, hatten wir auf einem Schild gelesen. Das trifft es gut auf den Punkt.

Auch am Wasserfall warteten ein paar Affen auf uns. Manche sahen so aus, als wären sie einfach nur über’s Wochenende hierhergekommen, um sich mal den Wasserfall anzuschauen. Andere folgten uns und unseren Taschen fokussiert mit ihren Augen. Das Baden haben wir hier dann mal besser sein gelassen, sonst hätten sich wohl mindestens zwei der Affen mit unseren Rucksäcken im Regenwald verdrückt.

Wir standen hier vor einer riesigen halbkreisförmigen Felswand, an der das Wasser munter in ein kleines Wasserbecken herunterplätscherte. Wieder ein Ort, an dem wir Stunden hätten verbringen können.

Langkawi Temrun Wasserfall

Kulissen, an denen man sich kurz wieder klarmacht, wo man gerade ist. Und was man hier gerade erleben darf. Es war einfach genial… aber da wir nicht direkt am ersten Tag mit Roller nachts unterwegs sein wollten, mussten wir uns dann auf die Socken machen.

Als wir plötzlich auf dem Weg stehen blieben. Ein Affe. Mit einem Baby-Affen, so klein, wie wir es wohl beide noch nie gesehen haben.

Langkawi Temrun Wasserfall

Es hielt das Baby so schützend im Arm und ließ sich erstaunlicherweise absolut nicht von uns stören. Es schreckte auf, als es im Baum raschelte, aber bewegte sich keinen Millimeter, als wir mit der Kamera knipsten. Oder vorsichtig einen Schritt näher kamen.

Langkawi Temrun Wasserfall Affenbaby

 

Zurück am Parkplatz lag eine kleine Überraschung vor unseren Füßen

Wir hatten anscheinend unsere Musikbox im Roller vergessen wegzustecken. Denn sie kam uns vom Roller aus entgegengerollt. Als der Blick nach oben ging wussten wir Bescheid: „Nicht ernsthaft?!“ Auf unserem Roller saß ein gut gelaunter Affe. Er war gerade damit fertig die zwei Fächer vorne am Lenker zu durchsuchen und ließ sich dabei auch nicht stören. Der Affe suchte den Roller routinemäßig ab. Wie eine Inspektion beim TÜV. Als nächstes versuchte er den Sitz vom Mopded hochzuklappen. Hätte er nicht gleichzeig drauf gesessen, hätte es sogar funktioniert.

Als er dann mit unserem Roller durch war, sprang er zum nächsten. Selbe Reihenfolge, leider wieder ohne Erfolg. So ging es weiter zu Roller Nummer 3. Wir haben ihn mal weiter machen lassen. Gut, dass kein Schlüssel steckte, wir sind uns sicher, er wäre weggefahren…

Langkawi Temrun Wasserfall

Neuer Tag, anderes Moped, gleiche Insel. Erster Stop: die Skybridge.

Die höchste kurvige Hängebrücke der Welt mit Blick über ganz Langkawi. Die Brücke gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die wir vor der Reise nach Malaysia wohl am häufigsten auf Bildern gesehen haben und die wir definitiv live erleben wollten.

Warum auch immer gibt es die Tickets für die Seilbahn, die uns hoch auf den Berg zur Brücke bringen soll, nur in einem Paket mit anderen „Aktivitäten“. Und dann kam der Knaller. Wir haben absolut keinen Schimmer warum, aber nach der Hälfte der Wartezeit für die Seilbahn, durften wir, weil es im Ticketpreis ja „inkludiert“ war, in eine Kuppel gehen und 5 Minuten lang in 4D auf dem Mars Achterbahn fahren. „Ähh … Juhchey!?“ Eine Minute länger und Ania wäre blass aus der Marsachterbahn gekommen. Wahrscheinlich, um die Wartezeit gefühlt ein wenig zu verkürzen, haben sie mal eben so ein Kino dahingebaut. Gut, warum nicht.

Teil zwei des dreiteiligen Paketes war dann die Fahrt mit der Seilbahn. Der Ausblick aus der Gondel hat das Marsabenteuer mehr als entschuldigt. Hoch über dem Regenwald fährt man den Berg hinauf und schwebt über allem.

Langkawi Skybridge Cablecar

Oben wartete dann ein Fotograf auf uns. Also auf alle anderen natürlich auch. Jedenfalls wird man gebeten, sich vor eine grüne Wand zu stellen. „Ähm – die wissen aber schon, dass hinter der Wand hier der beste Ausblick auf Langkawi und das Meer ist, oder?!?“ Dann wird ein Foto geknipst, das in Windeseile an die Druckstation gesendet wird, an der die Fotomontage-Nerds sitzen und einen in eine Gondel oder vor die Aussicht vom Berg photoshoppen. Genial! :D

Langkawi Skybridge

Endlich oben warteten zwei Aussichtsplattformen, die von der Form und Größe an Hubschrauberlandeplätze erinnern. Auf denen fühlt man sich dann wirklich über allem… denn sie stehen wirklich über allem! Die Küsten, Strände, kleinen Häfen und die Skybridge. Über einen kleinen Trekkingweg sind wir dann zur Skybridge gelangt. Die 5 RM pro Nase, um eine Minute mit einer kleinen Gondel rüberzufahren haben wir uns gespart.

Auch wenn die Brücke viel kleiner war, als es die vielen Fotos im Internet vermuten ließen, der Ausblick und das Gefühl hier oben rumzuspazieren war der Wahnsinn.

Langkawi Skybridge

Langkawi Skybridge Langkawi Skybridge Reisebericht

Was genau Teil drei unseres unglaublichen 3-teiligen-Langkawi-Seilbahn-Paketes war, haben wir allerdings nicht mehr erfahren.

 

Es ist vielleicht nicht die Mega-Attraktion auf Langkawi oder auch an jedem andern Ort der Welt, aber wir wollten einfach mal wissen, wie der Reis den Weg vom Feld auf den Teller findet. Daher ging es zum Reismuseum.

Langkawi Reismuseum

Im Museum wird gezeigt, aus welchen Teilen der Erde alles Reis kommt, wie viele unglaublich verschiedene Arten von Reis es gibt, wie der Reis traditionell angebaut wird und was für eine Arbeit dahintersteckt. Es war liebevoll gemacht, gut erklärt und wir mochten es dort zu sein: Vor allem, weil wir allein waren – der Rest der Touristen war wohl gerade am Cenang Beach und nahm die Happy Hour in den Bars mit.

Das Reismuseum auf Langkawi liegt mitten in kleinen Reisfeldern. Also nicht nur wissen, wo der Reis herkommt, sondern auch noch gemütlich die Abendsonne auf kleinen offenen überdachten „Holzstegen“ mitten in den saftig grünen Reisfeldern genießen:

Langkawi Reismuseum Reisfeld Langkawi Reismuseum Reisfeld Langkawi Reismuseum Reisfeld

 

Und dann kam der perfekte Abschluss eines perfekten Tages: der Nachtmarkt von Langkawi

Durch Zufall, beziehungsweise, Gott sei Dank sind wir an dem Nachtmarkt von Langkawi vorbeigekommen. Eigentlich wollten wir unserem Roller nur noch schnell die letzte Tankfüllung geben. Auf halben Weg standen wir aber plötzlich in einem mittleren Verkehrschaos, weil jeder schnell sein Gefährt vor uns abstellen wollte, um zu den etwas weiter entfernten Zelten zu kommen. An den Zelten wussten wir dann auch warum – es roch nach Essen, nach viel Essen! Das hieß: Links ranfahren und ab zu den Ständen! Egal, was Anias Karte da jetzt sagte.

Zwar ist der Markt jeden Abend auf Langkawi, allerdings hat er jeden Tag in der Woche einen anderen Standort und wandert so Woche für Woche über die Insel. Ich habe mich gefühlt wie im Food-Paradies und für eine halbe Stunde war mein Wortschatz auf „Sollen wir davon auch 1-2 mitnehmen?!“ begrenzt. Und jaaaaa: Wir haben immer 1-2 mitgenommen!

Es gibt so viele unterschiedliche Essenstände. Und bei dem einen schmeckt es besser als bei dem anderen: Frittierte Bananen, malaysische Pfannkuchen, Sticky Rice Desserts, Frühlingsrollen, Frühlingsdreiecke, Frühlingsquadrate, Gebäck und natürlich Nasi Lemak, Ayam, Mee Goreng, Char Keow Teow und all die Reis- und Nudelgerichte Malaysias.

Langkawi Nachtmarkt Langkawi Nachtmarkt Langkawi Nightmarket Langkawi Nachtmarkt

Das alles so günstig und vielfältig, wie wir es noch nirgendwo sonst in Malaysia gesehen haben. Hier machen hauptsächlich die Leute nach Feierabend Halt und nehmen sich ihr Essen mit nach Hause. Tische und Bänke gibt es hier nicht.

Wir kamen mit vollgepackten Tüten zurück ins Hostel, gaben den Schlüssel des Mopeds ab und auf einmal sagte die Dame: „Hier, die waren da!“ Wir guckten rüber und sahen eine Gruppe von anderen Backpackern, die gerade auf ihr Taxi Richtung Nachtmarkt wartete. „Und, wie ist es??? Ist es gut???“, fragte der moppeligste von ihnen. „Und wie!“, sagte Ania ohne zu zögern und er riss die Arme vor Freude wortwörtlich in die Luft: „I love food!“ :D Das unterschreiben wir mal so!

 

Wir müssen gestehen: Unser erster Eindruck von Langkawi war mehr als falsch

Wenn man sich von Cengang Beach etwas entfernt, ist die Insel wirklich traumhaft. Zumindest für die, die so reisen wie wir: Eher weniger Tourismus und dafür mehr kleine, unvergessliche Plätze, auch wenn sie nicht so besonders scheinen. Und davon gibt es Langkawi mehr als genug!

Leider konnten wir im Zackrys nicht mehr verlängern und sind etwas weiter ins Landes- oder inselinnere in ein anderes Guesthouse umgezogen. Denn wir wollten, bevor wir die Insel verließen, unbedingt noch eine Tour durch die Mangroven mit Peter machen. Aber das ist eine andere Story…

Ein Satz von Peter passt hier aber trotzdem ganz gut. Er ist vor knapp 16 Jahren hierhin ausgewandert und auf die Frage zum wachsenden Tourismus und ob es manchmal nervt, antwortete er: „Es ist wirklich viel geworden, manchmal auch zu viel. Aber wisst ihr was, wenn ich hier auf Langkawi Remmi Demmi will, fahre ich zum Cenang Beach. Will ich für mich sein, gehe ich in den Regenwald oder die Mangroven und will ich genießen, finde ich einen einsamen Strand. Langkawi bieten mir alles, was ich brauche, nur ein paar Minuten mit dem Roller entfernt…“

Und genau das ist auch unser Eindruck am Ende des Trips. Auf einer Fläche so groß wie Berlin haben wir in wenigen Tagen eine Touristenhochburg, Regenwald, Mangroven, Wasserfälle, Berge und versteckte Strände gefunden.

Daher… Langkawi, sorry für unsere Vorurteile – wir kommen gerne wieder zurück! Und vielleicht verrätst du uns ja dann dein Geheimnis des dritten Teils vom Skybridge-3-Teile-Package?


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12 thoughts on “Reisebericht Langkawi • Unser kleiner Moped-Roadtrip

  • 04/10/2016 um 11:13
    Permalink

    Hi nochmal,

    mit dem ersten Eindruck, habt ihr uns geschockt. Wir sind gerade auf Koh Phi Phi und hier ist es ganz genauso. An jeder Straßenecke können sich die Touris „Saufeimer“ kaufen und auf den Abend vorbereiten. Richtig schlimm.
    Allerdings macht der Rest des Artikels wieder Hoffnung, das wir vermutlich doch auf die Insel fahren werden. Wahnsinns Fotos von der Skybridge und dem Night-Markt. Was kostet das Essen dort so? Ihr sagt es ist in der Nähe des Strandes für malaysische Verhältnisse teuer. Was können wir uns darunter vorstellen?
    Haben auch schon den Artikel über Peter gelesen und gleich auf Tripadviser gesucht, nur haben wir 5 verschiede Touren gefunden mit verschiedenen Homepages und Telefonnummern. Wäre super einen Tip zubekommen, welche der vielen Touren die richtige ist.

    Liebe Grüße
    Pia & Cris

    Antworten
    • 05/10/2016 um 19:33
      Permalink

      Hey,

      auslassen solltet ihr die Insel auf keinen Fall! :)
      Der Party-Ort ist eigentlich nur der Strandabschnitt am Cenang Beach. Je weiter ihr aber an den Rand des Strandes kommt, desto ruhiger wird es. Aber die Insel hat noch so viel mehr zu bieten und ist ideal, um sie auf eigene Faust mit dem Roller zu erkunden. Wir hatten eine richtig gute Zeit auf Langkawi! :)

      Das Essen am Cenang Beach ist ca. 3 bis 4 mal so teuer, als man es sonst von Malaysia gewohnt ist. Und lokale Küche findet man eher selten. Am Rande des Strandes wird es dann aber günstiger, lokaler und man zahlt nur noch ein wenig mehr als gewohnt. Also eigentlich auch die einfache Regel: Je weiter man sich vom Touri-Hotspot entfernt, je günstiger wird es.

      Der täglich wechselnde Nachtmarkt auf Langkawi ist hingegen super günstig. Es war glaube ich der günstigste Markt, auf dem wir in Asien waren. Dort findet man alle möglichen lokalen, warmen und kalte Gerichte, Obst, Snacks, Backwaren und Süßes. Von dort kamen wir nie mit leeren Händen zurück. :)

      Ach cool, ihr wollt auch mit Peter in die Mangroven! :)

      Wir haben folgende Kontaktdaten von ihm:
      Telefon: 012 4564750
      E-Mail: pemaria98@gmail.com

      Liebe Grüße aus Peru
      Daniel

      Antworten
  • 26/10/2016 um 2:08
    Permalink

    Hallo ihr zwei,
    ich wollte euch jetzt einfach mal liebe Grüße dalassen, weil ich genau weiß wie es ist wenn man sich so viel mühe gibt und das gefühlt hat niemand liest es. Wir haben schon gefühlte 200 mal auf euren Blog geguckt und reisen teilweise nach euren Routen! Super Tipps! Dank euch hatten wir die schönste Zeit auf Siquijor! Ihr habt mit den besten und informativsten Reiseblog den ich kenne und wir sind super dankbar dafür! Wir freuen uns auf weitere Einträge,
    ganz liebe Grüße,
    Clara und David von 18-300mm.de

    Antworten
    • 27/10/2016 um 14:26
      Permalink

      Hi ihr beiden!
      Oh man, vielen vielen lieben Dank für diesen motivierenden Kommentar! Wie uns das freut, dass wir euch helfen konnten! Danke für das tolle Kompliment!
      Und ja, Siquijor… eine unfassbar schöne Insel, oder?
      Werden uns gleich mal Erinnerungen bei eurem Blog holen – wunderschöne Fotos habt ihr! Da geben wir direkt mal ein Kompliment zurück! :)

      Liebe Grüße aus Peru!
      Ania

      Antworten
      • 08/11/2016 um 2:03
        Permalink

        Danke! So viel Arbeit wie ihr in die Tipps steckt, stecken wir in die Bilder… immer wieder schön dass es unterschiedliche Arten von Blogs gibt! Hänge heute schon wieder auf euerer Seite! Haha… ist echt ein Dauerbrenner!
        Peru- man da würden wir auch gern hin!

        Liebe Grüße aus Australien!
        Clara and Dave

        Antworten
        • 09/11/2016 um 0:27
          Permalink

          Peru – von der anderen Seite Australiens ja gar nicht mal sooooo weit weg! :D
          Andersrum würden wir gern mal nach Australien. Wir machen es uns einfach gegenseitig schmackhaft! :D
          Liebe Grüße!
          Ania :)

          Antworten
  • 15/10/2017 um 7:39
    Permalink

    Hallo ihr beiden!
    Danke für diesen tollen Bericht und die vielen Tipps! Ich war zeitweise etwas unsicher, ob Langkawi uns zu touristisch ist, aber ihr bestärkt uns, dort doch ein paar Tage zu verbringen und z.B. Die Mangroventour zu machen. :)
    Und generell muss ich echt sagen, dass uns eure Webseite und euer Blog bisher am meisten bei der Reisevorbereitung geholfen hat! Danke für die vielen tollen Infos!

    Jetzt habe ich aber noch eine Frage zum Rollerfahren: benötigt man in Malaysia einen Motorradführerschein für die Roller?

    Liebe Grüße und weiter frohes Reisen!
    Laura

    Antworten
    • 22/10/2017 um 0:38
      Permalink

      Hey Laura!

      Wow, vielen lieben Dank für den schönen Kommentar und das Feedback! Freut uns, wenn wir weiterhelfen können bei der Planung von Abenteuern! :)

      Wir reisen mit unserem normalen Führerschein (https://blog.geh-mal-reisen.de/weltreise-internationaler-fuehrerschein) und unserem internationalen Führerschein und das hat immer ausgereicht :)

      Viele liebe Grüße aus Tasmanien! :)

      Ania

      Antworten
  • 27/03/2018 um 15:09
    Permalink

    Hallo ihr beiden,

    Ich liebe eure Seite und sie hat uns sehr bei unserer Planung weitergeholfen. Ich glaub ich war die letzten Monate täglich drauf und es macht viel Spaß eure Berichte zu lesen. Sie sind super hilfreich.
    Wir befinden uns gerade auf Langkawi und haben die letzten zwei Tage die Insel mit dem Roller erkundigt. Da wir heute auf der Skybridge waren, können wir sogar das kleine Geheimnis lüften und euch verraten was Teil 3 des Pakets ist – es ist ein 3D Museum. Nicht wirklich spannend, ihr habt also nicht verpasst, aber es war dank der klimatisierten Räume eine schöne „Abkühlung“.
    Morgen gehts mit Peter zu den Magroven. Wir sind schon sehr gespannt.

    Vielen herzlichen Dank euch nochmals für eure tolle Ratschläge und Tipps. Wir werden sicher noch ein paar mal auf eure Seite schaue .

    Liebe Grüße
    Alexandra

    Antworten
    • 28/03/2018 um 10:04
      Permalink

      Hey Alexandra!
      Viiielen lieben Dank und vor allem die Lüftung des Geheimnisses nach so langer Zeit! :D

      Schön, dass du an uns gedacht hast und es uns wissen lässt, wie coo! :D

      Und wir hoffen, die Tour mit Peter wird genauso wunderbar, wie wir sie fanden! Ganz liebe Grüße an ihn und noch viel Spaß auf eurer weiteren Route! :)

      Ania

      Antworten
  • 12/06/2018 um 10:10
    Permalink

    Hallo Ihr Beiden!
    Haben eben Eure Seite entdeckt und werden wohl noch paar mal hier verweilen. Für Dezember 2018 ist Langkawi geplant und wir sind schon megagespannt. :-))
    Euer Blog gefällt uns sehr gut. Endlich gute und nützliche Tipps. Was mir nur so bissi fehlt…. Ich mag es, eine richtige echte Papier-Strassenkarte zu haben. Irgendwo hab ich das bei Euch auch gelesen. Finde es aber grad nicht wieder.
    Wo um Alles in der Welt habt ihr die Karte her??? Reiseführer sind ja auch eher spärlich gesät, deshalb lese ich mich hier fest. ;-)
    Viele Grüße Werner & Biene

    Antworten
    • 13/06/2018 um 19:41
      Permalink

      Hey ihr beiden!
      Das stimmt, so Straßenkarten haben wirklich manchmal ihren Charme auf Reisen! Von Deutschland aus nehmen wir zwar nie welche mit, aber sobald wir welche kostenlos bei einem Tourismusbüro oder im Hostel oder sonst wo bekommen, stecken wir sie direkt ein!

      Meintest du vielleicht irgendeine solche Karte, die wir irgendwann mal eingesteckt haben? :D

      Ansonsten: Viiiiel Spaß schon mal auf Langkawi! Grüßt uns die Insel! :)

      Liebe Grüße!
      Ania :)

      Antworten

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