Reisebericht Bali: seine Gesichter
Indonesien ist gigantisch. Einfach nur gigantisch. So viele tausend Inseln, so große Regionen, so viele unterschiedliche Sprachen, so viel zu entdecken. Und merkwürdigerweise hat es eine, im Vergleich wirklich kleine, Insel geschafft zu DEM Touristenhotspot Indonesiens zu werden: Bali.

Bali steht bei vielen ganz oben auf der Reiseliste. Ein Urlaubsparadies, asiatisch, Strände, Reisfelder, Tempel, Surfen, Yoga, Meditation – wenn jemand in Indonesien war, dann auf Bali. Würden wir es mögen? Für Urlauber ist es sicher perfekt, aber auch für Leute wie uns, die eigentlich gar nicht auf Urlaub aus sind, sondern auf die authentischen Einblicke in ein Leben anderer Kulturen? Werden wir die Art Tourismus mögen?

 

Wir waren gespannt.

Vor allem an dem Tag, als wir in einigen „10-Insider-Tipps-für-Bali“-Blogbeiträgen den Tipp lasen, dass man Kuta meiden sollte. „Bloß nicht nach Kuta!“ – „Nicht in Kuta bleiben!“ – „Nicht von Kuta beeinflussen lassen, Kuta ist nicht Bali!“

Meine Güte, was ist denn da los? Kuta ist eine bekannte Stadt der Insel und sowas wie der Ballermann Balis. Oder wohl sogar schlimmer. Drogen, Alkohol, Party, Kriminalität – Leute, kann man das nicht auch bei sich zu Hause machen?! Warum muss man als Tourist so weit reisen, um so einen Mist zu veranstalten?!

Nun gut, wir beherzten den Tipp und meideten Kuta komplett. Dennoch stellte sich für uns die Frage: In welcher Gegend suchen wir denn jetzt unsere Unterkunft?

  • Stadt Kuta: nöööööd.
  • Stadt Seminyak: in der Nähe Kutas, touristisch, aber noch in Ordnung. Gut zum Surfen lernen.
  • Stadt Canggu: chillig, klein, gemütlich, recht ursprünglich
  • Stadt Ubud: ohnehin ein Must See – es gilt als der kulturelle Mittelpunkt Balis
  • Norden der Insel: komplett abseits von Touristen
  • Halbinsel Uluwatu: gut zum Surfen, ein wenig ruhiger, als im Rest der Insel

 

Hm. Ok, wir entschieden uns für den leichten Einstieg in Uluwatu.

Quasi… um „reinzukommen“. Wir landeten in Denpasar und fuhren mit Uber runter auf die Halbinsel. Wir fuhren durch Denpasar, die Hauptstraße weiter entlang, bis wir irgendwann abbogen und auf ganz kleinen Straßen landeten, die komplett von saftigem Grün umringt waren.

„Okay, hier ist es!“, sagte der Uber-Fahrer, wir stiegen aus, er fuhr weg und nein, hier war es nicht. Wir hatten eine Unterkunft über airbnb gebucht, sowas wie ein kleines Guesthouse (du hast noch kein Account bei airbnb? Hier kannst du dich anmelden und dir Guthaben sichern!). Und als wir da so auf dem Schotterweg standen, schauten wir um uns, fanden zwar Schilder von einigen Guesthouses, aber natürlich nicht von unserem.

Das nächste kleine Restaurant entdeckt, fragten wir nach dem Namen der Unterkunft und zeigten die Adresse am Handy. Der Besitzer kniff die Augen zusammen, um besser lesen zu können und in der Sekunde, als er alles entzifferte, folgte ein „Oooohhhh….“ und seine Augen wurden groß – er schaute uns bemitleidend an. Wir wollten gar nicht, dass er weiterspricht. „Wie weit ist es? Können wir laufen?“, fragten wir direkt. Er schüttelte mit dem Kopf und zeigte in eine Richtung, gestikulierend nach dem Motto „Viel zu weit“. Wir spazierten einfach mal los und das Schicksal meinte es wohl gut mit uns: Wir gingen um die Kurve und dort saßen 5 Männer total entspannt unter einem kleinen Häuschen. Einer mit der Gitarre, der herumklimperte, aber es absolut nicht konnte, die anderen schauten auf einen kleinen TV, den sie draußen aufgestellt hatten, tranken Bierchen und unterhielten sich. Balis Leben. Entspannt, rastlos. Sie sprachen uns sofort an, wo wir hinwollen. Wir zeigten ihm die Adresse und siehe da: „Ich bin der Onkel des Besitzers! Ich rufe ihn an, er holt euch sicher hier ab!“

Wir wären am liebsten dankend auf die Knie gefallen, denn es war heiß, wir hatten Durst und langsam schlich der Hunger an…

Keine 10 Minuten später kam ein Auto in die kleine Straße und der Besitzer Made holte uns ab. Was ein Service. Ein herzlicher Mensch begrüßte uns und brachte uns in seine Unterkunft (wir zahlten 15€/die Nacht). Wir kamen an und wollten einfach die ganzen Tage da bleiben: Ein Bungalow mitten im Grünen!

Unterkunft in Uluwatu auf Bali

Ja doch, so mochten wir den Start! Hier ließen sich wundervoll die nächsten Tage planen. Wir liehen uns ein Moped aus und wollten uns etwas umsehen. Aber erst mal mit Proviant eindecken.

Das „Zentrum“, bzw. die Hauptstraße hatte alles, was man brauchte: Supermärkte, kleine und günstige Restaurants, Cafés, Obststände. Aber so richtig wohl fühlten wir uns nicht – es ist einfach etwas anderes, ob man das Gefühl hat in ein Land eintauchen zu können und inmitten eines alltäglichen Lebens zu sein… oder ob mehr Deutsche als Balinesen in einem Supermarkt zu finden sind. Nun gut, wir versorgten uns mit ein wenig Proviant und verließen die Hauptstraße.

 

Es ging zum Balangan Beach

…der voll von Surfern war und leider nicht ganz so zum Baden geeignet war: der Meeresboden war kein Sandboden, sondern eher ein Spitze-Stein-Boden. Die vielen Bars und Surferläden und Liegestühle ließen dennoch erahnen, dass zur Hauptsaison hier einiges los sein muss. Uluwatu ist eben ein Surferort und nicht der top Badeort. Ein Bierchen kann man hier aber definitiv mit einer tollen Aussicht genießen und den Surfern zusehen! Foto haben wir dennoch vergessen zu schießen. -.-

 

Wir fuhren weiter zum Blue Point Beach.

Ein Traum für Fotos – und auch wieder für Surfer. Hohe Wellen, starke Wellen. Wir dachten, wir setzen uns einfach mal gemütlich was ins Wasser, doch die Kraft der Wellen zog (vor allem mich) mit einer ordentlich Wucht immer wieder rein. Herrlich! :D Der Strand ist wirklich wunderschön, denn es ist eine kleine kleine Bucht. Problem: Wenn die voll ist, ist sie voll. Genauso der Weg dorthin: Ein schmaler Weg führt den Weg runter zum Blue Point Beach. Ein schmaler Weg, an dem sich ein Souvenir-Shirt-Surf-Shop neben dem anderen befindet.

Bali: Blue Point Beach in Uluwatu

Blute Point Beach in Uluwatu

 

Padang Padang Beach.

Njoooaaa…. der war doch eher nach unserem Geschmack. Nicht GANZ so überfüllt, einige Stellen ohne Steine, in denen man im Wasser stehen konnte, Felsen, im Hintergrund und im Wasser, die ein schönes Bild ergaben. Vor allem abends…

Padang Padang Beach auf Bali

Sonnenuntergang Bali

Ich muss zugeben: Es fällt mir schwer, begeistert von den Stränden und dem Ort zu sprechen. Nicht, weil es keine Paradies-Traum-Strände waren, sondern einfach, weil wir es ursprünglicher lieber haben. Wären wir für einen 2-Wochen-Urlaub hier auf Bali, wäre es etwas anderes. Wir hätten es wohl geliebt! Aber auf einer Weltreise… da wollen wir entdecken, das Leben der Kulturen spüren und sehen, wie es ist, in einem anderen Land klarzukommen. Das Gefühl fehlte hier einfach. Und wie im Supermarkt waren hier mehr Europäer als Einheimische. Mehr coole Surferboys, als balinesische Kinder, die in ihrem Zuhause spielen.

Als wir zurück in unserer Unterkunft waren, fragten wir den Besitzer, ob es denn noch einen Strand hier gibt, der nicht zu überlaufen ist. Er nickte. Unser Zeichen zum zuhören und notieren!

 

„Nyang Nyang Beach!“, sagte er

„Da werdet ihr wenig Menschen finden.“ Alles klar. Am nächsten Morgen bogen wir in eine Schotterpiste ein. „Ja doch, ich glaub, das muss hier sein!“. Wir zögerten erst, ob wir dort wirklich hineinfahren sollten. Die Steine wurden größer, der Weg sandiger, schmaler, mit Schlaglöchern. An einigen Punkten waren wir uns nicht ganz sicher, ob man dort überhaupt mit dem Moped hätte hinfahren dürfen… egal, wir fuhren weiter. Bis wir 20 Minuten später an einer Klippe ankamen… einige Hundert Stufen hinuntergingen… und auf einer Wiese ankamen. Wir waren da! Wir haben es gefeiert!

Hier haben wir ein kurzes Video bei Facebook hochgeladen. 

Geheimtipp auf Bali: Der Strand Nyang Nyang Beach

Nyang Nyang Beach auf Bali

Strand in Uluwatu: Nyang Nyang Beach

Der Nyang Nyang Beach auf Bali
Wir auf Bali

Meer am Strand auf Bali: Nyang Nyang Beach

Ist das nicht geil? Unser Tag verging an diesem Strand. Wir haben nur ein weiteres balinesisches Pärchen gesehen, das im Sand saß und einen Fisch auf dem Rost grillte. Gerade, als wir unsere Sachen zusammenpackten, kamen die beiden auf uns zu und hielten uns den großen Fisch hin. „Hi! Möchtet ihr ein Stück?“ Wir schauten sie an. ‚Wie einfach so?!’, dachten wir. Aber ja. Einfach so. Sie kamen zu uns, boten uns einfach so ihren Fisch an, lächelten, fragten, wo wir herkommen und wünschten uns noch einen schönen Tag… immer diese kleinen Momente, die einen mit einem Kopfschütteln und Grinsen zurücklassen, einfach, weil sie so herrlich unerwartet kommen und nur ein paar Sekunden dauern…

Diesen Strand und den Rückweg in die Unterkunft genossen wir am meisten während unserer Tage in Uluwatu. Hier war das meiste Grün, die unbebauten Straßen, die meisten Einheimischen, eben einfach… ein Stück von Bali.

 

Balis Straßen

…bevor wir wieder ins Zentrum kamen, wo einem auf den Straßen mehr Urlauber mit Surfbrett auf dem Moped entgegen kamen, als Einheimische. Wie es im Osten der Halbinsel aussieht, haben wir leider nicht mehr herausgefunden, was uns im Nachhinein auch ziemlich geärgert hat:

 

Denn der nächste Stop und die nächste Unterkunft standen bereits fest: Ubud

Wir fuhren mit Uber die Strecke nach Ubud und fragten den Fahrer wie immer aus: Was sollte man gegessen haben? Wo sollte man hin? Was mag er am meisten? Warum? Und auch die Frage: „Was hältst du von dem Tourismus hier auf Bali?“, denn er war hier geboren.

Er schaute geradeaus und man merkte ihm an, dass er nicht wusste, wie er antworten sollte, wo er doch gerade Touristen im Auto hat. Er hielt die Antwort kurz: „Es… ist anders. Es ist weniger grün. Mehr Hotels. Ja, es ist anders geworden.“ Wir beließen es bei der Antwort und schauten aus dem Fenster. Wie es vorher hier ausgesehen haben muss?

Diese Frage stellten wir uns dann auch, als wir in Ubud ankamen.
Ubud bedeutet übersetzt so viel wie „Medizin“, da an dem Fluss der Stadt eine Heilpflanze wächst. Es war damals ein verschlafenes Örtchen, das sich zu einer Kunstszene und dem kulturellen Herzen Balis entwickelte – bis der Film „Eat, Pray, Love“ mit Julia Roberts in die Kinos kam. In dem Film besuchte sie nämlich in Ubud einen Heiler und diese Szene reicht aus, um die Stadt plötzlich zu einem Touristenmagneten zu verwandeln. Ein Hotel nach dem anderen sprießte aus dem Boden, ein Restaurant nach dem nächsten. Aus dem verschlafenen Örtchen, wurde ein Name, der in jedem Reiseführer Balis nie wieder fehlen darf.

Wir stiegen aus und ja, die eine schmale Hauptstraße war voll von Tagestouristen, die in Gruppen oder allein, aber immer in Scharen durch die Stadt schlenderten.

Ubud auf Bali

Man achte auf das Schild Happy Hour Cocktails…

Aber… Ubud hatte was. Kennst du manchmal dieses Gefühl von… „Keine Ahnung, was es ist… aber irgendwie ist es hier Besonders…“? Das hatten wir in Ubud. Tempel, alle 10 Meter, Buddha-Statuen in allen Größen und überall, die Einheimischen in den traditionellen, farbenfrohen Gewändern, viel Grün, Reisfelder zwischendurch…

Kulturelle Stadt Ubud

Reisfelder in Ubud auf Bali

Straße in Ubud

Reisfelder in Ubud

Die Straßen in Ubud auf Bali

Es ist kaum mit Worten zu beschreiben, wie die Stadt einfach etwas Anziehendes ausstrahlt. Der Geruch und Anblick der ganzen Räucherstäbchen, die überall in der Luft liegen, tun ihr Übriges dazu. Ich habe den Geruch geliebt. Er passte einfach mehr als perfekt zu dem Bild, das sich einem bot.

Unsere Unterkunft* war in einer kleinen Seitenstraße, direkt neben genauso kleinen Reisfeldern. Ein Ausblick, der Entspannung pur versprach!

Weg zu unserer Unterkunft in Ubud

Unterkunft in guter Lage in Ubud

Das Zimmer war großzügig und für 13,33€ für beide zusammen sowas von ein Schnapper! Als wir auf unserem Balkon frühstückten, beschlossen wir es ruhig anzugehen. Nicht jeder Sehenswürdigkeit hinterherzurennen. Daher wirst du hier keine Hinweise zum Beispiel für den berühmte Monkey Forest lesen können. Ein Wald, mystisch, mit Affen, die einen beklauen. Haben wir ausgelassen. Wir sind durch die Straßen geschlendert, sind in einige Seitenstraßen abgebogen, haben die lokalen Straßenküchen abseits der Bars und Restaurants gesucht und uns für den nächsten Tag ein Moped ausgeliehen.

 

Denn was wir definitiv sehen wollten: die berühmten Tegalalang Reisterrassen!

Auf den Bildern sahen sie so malerisch aus, dass wir den Anblick nicht verpassen wollten. Um 7.30 Uhr fuhren wir los, 30 Minuten dauerte die Fahrt und wir waren überrascht, dass die Reisterrassen einfach mal direkt neben der Straße sind?! Dachten wir, sie sind in der Natur irgendwo versteckt, waren sie direkt an der Hauptstraße. :D Also nicht zu übersehen. Leider war die Sonne noch hinter den Reisterrassen, sodass sie im Schatten lagen.

Reisterrassen in Ubud

War wohl doch zu gut gemeint mit der frühen Uhrzeit. „Sollen wir noch was weiter fahren? Vielleicht kommt man dann ja da runter irgendwo und wir können durch die Reisterrassen laufen?“ Motor an und wir fuhren. Und fuhren. Und fuhren. Und bogen irgendwann rechts ab. Und fuhren. Die Reisterrassen waren vergessen. Wir fuhren durch menschenleeres Grün, durch Dörfer vorbei, die noch ursprünglich balinesisch waren, keine Hotels zu finden.

 

Wir hatten das erste Mal das Gefühl Bali „in echt“ zu erleben!

Untouristische Gegend auf Bali

Kleines Dorf auf Bali
Paradies auf Bali
Ubud auf Bali

Natur auf Bali

Tradition auf Bali

Ausflug auf Bali

Untouristisches Bali

Dorf auf Bali

Es war einfach nur wunderschön. Wenn ganz Bali mal so ausgesehen haben muss, muss es ein wahres Paradies gewesen sein! Wenn man solche Orte sieht, erst dann sieht man den Kontrast zu den Orten, die nun von Touristen so oft heimgesucht werden und was aus solchen Dörfern geworden ist. Was für ein Unterschied da liegt…

Auf dem Weg zurück sind wir noch einmal an den Reisterrassen vorbeigefahren, dieses Mal strahlte sie die Sonne an. Und die Touristenbusse hatten nun auch ihren Weg hierhin gefunden. Nichtsdestotrotz: Die Google-Bilder lügen nicht. Der Anblick ist einmalig:

Die Berühmten Reisterrassen in Ubud

Ubud Reisterrassen

Allerdings war der kleine Abstecher in das Dorf das absolute Highlight des Tages für uns!

Abends auf dem Balkon unserer Unterkunft stellten wir uns immer wieder vor, wie alles mal vorher ausgesehen haben muss. Die Vorstellung ließ uns einfach nicht los. Was muss die wahre Person hinter Eat Pray Love für eine Idylle hier vorgefunden haben? Wenn wir schon das Gefühl haben, dass dieser Ort etwas Magisches hat, obwohl der Tourismus hier mehr als angekommen ist, wie magisch muss es dann vor einigen Jahren gewesen sein? Wie sehr muss es einen in den Bann gezogen haben? Ob wir auf der Weltreise auch noch so einen verschlafenen Ort finden werden, bevor er von Tourismus-Zentren als Goldgrube gefunden wird? Wir hofften es, tranken unser Bierchen aus und sahen der Sonne zu, wie sie hinter dem Reisfeld verschwand.

 

Einen anderen Abend sahen wir uns einen traditionellen Tanz in einem Tempel an.

Man kann sich verschiedene Kulturtänze in den Tempeln ansehen, die jeweils eine Geschichte erzählen. Wir ließen uns mitnehmen in die Welt Balis, als die Lichter ausgingen, Spotlight angingen, wir vor dem Tempel saßen und die Musiker begannen zu spielen, während die Tänzerinnen die Geschichte erzählen. Ich hätte Stunden zusehen können.

Tempel in Ubud

Traditionelle Tänzerin auf Bali

Tänzerin in Ubud

Plötzlich kam eine Tänzerin auf uns zu und fragte, ob wir mit ihr tanzen wollten. Ich nickte einfach mal, ohne Abstimmung mit Daniel, fanden wir uns 1 Minute später auf der „Bühne“ wieder und versuchten irgendwie in ihrer Art zu tanzen mit einzusteigen. :D Aber es war genial, ich mein, wann hat man denn schon die Chance auf Bali in Ubud mal vor einem Tempel mit einer Balinesin zu tanzen?

Geh Mal Reisen tanzt in Ubud

Eine grandiose Erinnerung! Doch eine zweite Erinnerung gibt es da auch noch, die wir wohl immer mit Ubud in Verbindung bringen werden.

 

Das Restaurant Ibu Oka Babi Guling.

In einem Youtube-Video zum Thema Essen auf Bali hatten wir gesehen, dass dieses Restaurant in Ubud das älteste Restaurant sei, in dem man das typisch balinesische Spanferkel bekommt – und auch das Beste. Von Hand über dem Feuer gedreht. Das haben wir uns nicht zwei Mal sagen lassen und haben uns auf die Suche gemacht. Zwei Nebenstraßen weiter und eine kleine, schmale Gasse entlang hat sich das Restaurant abseits der Touristenmassen versteckt! Und Gott ja, es war lecker!

Weg zum Restaurant in Ubud

Gericht im Restaurant Ibu Oka Babi Guling in Ubud: Haut

Gericht im Restaurant Ibu Oka Babi Guling in Ubud

Als Daniel bezahlen ging, fragte er die Kassiererin, ob es möglich sei zu sehen, wie sie das Schwein zubereiten. Zu unserer Überraschung legte sie sofort Stift und Zettel neben ihre Kasse und führte uns tatsächlich hinter die Kulissen des ältesten Restaurants!

Sie sagte etwas auf indonesisch zu zwei Männern, die gerade in einer Ecke am Boden das Gemüse schnibbelten. Einer sprang auf, lächelte uns an und sollte wohl der werden, der uns ein wenig herumführt. Dachten wir zuerst, dass wir stören, merkten wir: Er war stolz wie sonst was, seinen Arbeitsplatz zu zeigen. Er zeigte uns das Gemüse, griff rein: „Alles frisch! Aus Bali!“, ging rüber zum Holz: „Ganz bestimmtes Holz vom Kaffeebaum! Brennt am besten!“, lief zum Schwein, das bereits fertig war und noch über der Feuerstelle hing: „Hier ist es! Das Schwein! Habe ich gemacht! Ich starte morgens um 4 und drehe das Schwein 5 Stunden lang, bis es fertig ist!“ Der „Koch“ des Restaurants, das wir vorher noch bei Youtube gesehen hatten, erklärte uns gerade höchstpersönlich, wie hier alles funktioniert. „Welcher Teil des Schweins schmeckt denn am besten?“, fragten wir. Er schaute um sich, lächelte und flüsterte: „Wollt ihr probieren?“, natürlich nickten wir und er schnitt mit einem Messer ein Stück heraus und gab es uns. Es war noch warm, es war knusprig und es war die beste Situation, die wir uns wohl in Ubud hätten vorstellen können.

Restaurant mit Spanferkel: Ibu Oka Babi Guling

Koch im Restaurant Ibu Oka Babi Guling

Spanferkel in Ubud auf Bali

Hinter den Kuissen: restaurant Ibu Oka Babi Guling

„Boh, bin ich froh, dass ich gefragt habe, ob wir uns das mal anschauen können!“, sagte Daniel, als wir wieder zurück ins Restaurant gingen. Dort, wo alles pikobello hergerichtet war, mit einem kleinen Garten, Statuen, Brunnen, den dunklen Holztischen. Wir dankten der Dame noch einmal mit dem breitesten und dankbarsten Lächeln, das wir hatten und gingen zurück, um unsere Rucksäcke zu packen.

Nächster Halt: Seminyak!

Es stand ein Treffen mit Marco und Bolle von Komm Wir Machen Das Einfach an! Hatten wir die beiden in Malaysia das erste Mal getroffen, sollte ein Wiedersehen auf Bali her, da die beiden gerade zur gleichen Zeit da waren. Freunde aus der Heimat waren zu Besuch und ein weiterer musste absagen – Glück für uns, so war noch ein Zimmer in der gleichen Unterkunft frei, in das wir uns günstiger einmieten konnten! Und es war wohl die luxuriöseste Unterkunft*, die wir hatten und vielleicht überhaupt auf der Reise haben werden. :D

Unterkunft auf Bali mit Pool

MIT POOL!

Bali: Surfen lernen in Seminyak

Die Tage verbrachten wir am Strand, brachten uns selbst ein wenig das Surfen bei und hier war es wohl, wo der Körper spürte: Wie? Ihr entspannt gerade? Super, dann kann ich jetzt schlapp machen!

Ich wachte auf, schweißgebadet. Mir war heiß und kalt, ich hatte Gliederschmerzen, das Fieberthermometer zeigte eine hohe Temperatur an. In Deutschland wäre es nur eine lästige Krankheit gewesen, in Asien aber schießen einem Gedanken von Malaria und Dengue in den Kopf. Daniel zögerte keine Sekunde, fragte nach dem nächsten Arzt, der zum Glück fast auf der gleichen Straße war und konnte einen Termin für einen Hausbesuch vereinbaren. An aufstehen war ohnehin nicht zu denken. Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben so sehr geschwitzt. Es lief aus allen Poren wortwörtlich in einem Strang überall herunter. Eine Minute schien wie eine Ewigkeit, bis die Ärztin mit ihrer Assistentin ins Zimmer kam. Sie checkte sofort alles durch, stellte mir Fragen und fragte, wo wir vorher waren. „Auf der Insel Flores“, sagte Daniel. Sie zog die Augenbrauen hoch. „Da ist Malaria-Gebiet.“ Ich wollte nur noch wissen, was es war. Sie nahm Blut ab und sagte, dass die Ergebnisse noch am gleichen Abend da sein werden. Ich fragte, ob wir vorbeischauen sollen, ob wir anrufen sollen – und sie antwortete lässig mit: „Hast du WhatsApp?“ :D Herrlich. Wir baten sie uns alles per Mail zu schicken und um 23.30 Uhr kam die Mail rein: „Kein Dengue. Kein Maria. Aber ein Infekt liegt vor. Wir werden morgen noch einmal abwarten und einen zweiten Check machen!

Keine Ahnung, was mit meinem Körper los war, was für ein Infekt es war, woher er kam, aber drei Tage später ging es mir wieder besser. Wir gingen noch einmal zum Arzt, kein Malaria, kein Dengue, alles war in Ordnung. Gott sei Dank. Denn drei Tage später ging unser Flug nach Singapur. Mit Fieber hätten die uns höchstwahrscheinlich nicht fliegen lassen oder uns in Singapur nach den Wärmebildkameras in Quarantäne gesteckt. :D

 

Am Flughafen fragten wir uns, was wir nun von Bali halten.

Selbst dieser Beitrag ging nicht so einfach von den Fingern, einfach, weil wir uns noch so „unfertig“ mit Bali fühlen. Denn wir sind uns einig: Bali hat zwei Gesichter.

Einmal das geschminkte Gesicht. Die Touristenhochburg, die aus Balis Grünflächen eine gigantische Hotelfläche gemacht hat. Straßenlokale wichen den Bars und westlichen Restaurants. Eigentlich… war es nicht Bali. Es war ein Urlaubsort, gemacht für Reisende, die Entspannung und Urlaub suchen, mit der Lebensart Indonesiens gemischt.

Doch dann gibt es noch das ungeschminkte Gesicht.
An unserem allerersten Tag in Indonesien, sind wir vom Flughafen aus 6 Stunden mit dem lokalen Bus in den Norden zum Hafen gefahren, um einen Vulkan auf Java zu besteigen. Und diese 6 Stunden Fahrt haben uns den Atem geraubt, was die Landschaft und das Leben und die Farben angeht. Wir fuhren Richtung Nord-Westen. Dort, wo die wenigsten Touristen sich hinverirren. Wenn wir daran zurückdenken, war es ein komplett anderes Bali, das wir im Süden der Insel erlebt hatten. Es sah aus, wie ein idyllische, friedliche, farbenfrohe Welt. Ganz anders, als so viel, das man kannte. Und wir wünschten uns, wir hätten ein wenig Zeit im Norden eingeplant… Wer also das ungeschminkte Gesicht Balis erleben möchte, der sollte sich den Norden aussuchen! Nicht nach Uluwatu, nicht Ubud, Seminyak und erst recht nicht Kuta. 4 Wochen Visum für Indonesien erlaubten uns nicht diesen Teil Balis zu besuchen, aber eins ist sicher: Kommen wir nochmal zurück nach Bali, findest du uns dort!

 

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21 thoughts on “Reisebericht Bali • die Insel der zwei Gesichter

  • 22/05/2016 um 18:02
    Permalink

    Mmh, jetzt bin ich aber irgendwie immer noch nicht weiter, ob wir Bali weltreisetechnisch in Betracht ziehen sollten. 😂 Wir sind grad in Portugal und haben hier ganz ähnliche Erfahrungen gemacht: gerade stehen wir mit dem Van am schönsten Stellplatz direkt am rauen Meer, aber die letzten Tage an der Algarve haben uns schlimm vor Augen geführt, welche Ausmaße Tourismus doch annehmen kann. Viel Spaß noch auf eurer weiteren Reise und viel Erfolg auf der Suche nach eurem persönlichen ursprünglichen Bali! ;) Saskia

    Antworten
    • 23/05/2016 um 3:23
      Permalink

      Hey Saskia!

      Ja, es ist wirklich schade. Wir haben da auch immer noch unsere Probleme das alles richtig zu werten und einzuordnen, generell. Einerseits, ja, bringt Tourismus Aufschwung in Wirtschaft etc., aber ob es das Wert ist, dass Natur darunter leiden müssen, wenn wir sehen, wie in Ubud bei den Reisfeldern Schilder mit „For Sale For Hotel“ stehen. Und dann ist man ja selbst wieder als Tourist da. Es ist zwiegespalten. Aber ein Grund, warum wir uns noch vor Thailand sträuben. :D

      Wir würden sagen: Nehmt Bali mit, das Grün, die Magie, die Natur, sind unvergleichlich – aber nicht zu viele Tage im Süden verbringen.
      Definitiv dem Norden einen Besuch abstatten! Wir hatten mal eine Art Homestay dort empfohlen bekommen (http://www.agoda.com/de-de/kubu-carik-bungalows/hotel/bali-id.html?cid=1741182 – ja, Affiliate Link :) ). Gehört wohl einer Deutschen und seinem balinesischen Mann. Man kann im NordOsten übrigens dort auch super tauchen gehen!
      Ich lag noch mit Fieber flach, sodass wir aus Seminyak auch gar nicht mehr weiter konnten :(

      Bin gespannt, für was ihr euch entscheidet und habt eine tolle Zeit in Portugal!

      Ania

      Antworten
  • 23/05/2016 um 3:07
    Permalink

    Super toller Beitrag! Finde es toll, dass ihr Bali auch etwas kritisch betrachtet. Wir werden im Rahmen unseres Backpacking Trips im Juli in Bali sein. Bin schon sehr gespannt wie das dann dort ist in der Hochsaison und ob wir auch das „ursprüngliche“ Bali kennen lernen. Wir haben auch gehört, dass es teurer sein soll wie andere asiatische Länder. Wie habt ihr das empfunden?
    Euer Blog ist super, werde ab jetzt auf jeden Fall regelmäßig vorbei schauen!
    Liebe Grüße aus Sumatra,
    Laura
    http://www.meet-laura.com

    Antworten
    • 23/05/2016 um 3:46
      Permalink

      Hey Laura!
      Von Instagram zu unserem Blog – sehr cool! :) Und noch cooler, dass du regelmäßig vorbeischauen wirst, deine Zeit wissen wir zu schätzen! :)
      Wenn ihr mal zwischendurch ein wenig abseits einen Blick erhaschen wollt, gibt es nur eins: Moped ausleihen und einfach nur fahren. Einfach fahren. Ihr werdet an den schönsten Ecken vorbeischauen, wo die Touris, die nur am Strand liegen wollen, nicht hinkommen :)

      Teurer als andere Länder? Hm. Eigentlich nicht. Es kommt aber natürlich, wie immer, darauf an, wie man reist.
      Wir haben immer in Straßenküchen gegessen, statt in stylischen Cafes. Da bekommt man ein Gericht schon ab 90 Cent pro Person.
      Unterkünfte gibt es genügend, und auch in total fairen Preisen! Schaut euch auch auf airbnb um, gerade auf Bali gibt es geniale Unterkünfte dort.
      Transport war auch günstig, vor allem mit Uber (!!) und geliehenem Moped. Da fanden wir die Philippinen teurer… überraschenderweise.

      Also nein, teurer würde ich nicht sagen, außer, man sucht sich die teureren Möglichkeiten :)

      Ganz viel Spaß und übrigens ein schöner Satz in deinem Zukunfts-Beitrag „Es braucht nicht immer einen Plan, das Leben weiß schon was es mit uns vor hat 🙂“ ;)

      Liebe Grüße aus Taipei!

      Antworten
      • 29/05/2016 um 3:37
        Permalink

        Wow, vielen Dank für eure ausführliche Antwort :)
        Da bin ich doch etwas erleichtert, was die Kosten angeht. Ja, Moped ausleihen und rumfahren steht ganz oben auf unserer Liste. Wir werden vermutlich auch den Süden auslassen..Vor allem im Juli wird dort vermutlich die Hölle los sein. Danke für eure Tipps und ich halt mich inzwischen an die Philippinen Beiträge von euch ran – da gehts dann im Juni für uns hin :)

        Liebe Grüße,
        Laura

        Antworten
        • 30/05/2016 um 7:55
          Permalink

          Wenn’s hilft, immer gern!
          Ha, das stimmt wohl, sind froh, dass wir etwas in der Nebensaison da waren… da will ich auch nicht wissen, was in der Hauptsaison los sein muss o.O

          Philippinen Tipps schreiben wir gerade alle zusammen – aber ob wir das bis Juni (ist ja schon in 2 Tagen :D ) schaffen, mal sehen :D
          So oder so: Genießt es und freut euch schon mal auf die Gesänge der Einheimischen! Die können’s einfach.

          LG
          Ania

          Antworten
  • 21/12/2016 um 12:20
    Permalink

    Hey hey :) ,

    also an der Stelle mal ein großes Kompliment an den/die Verfasser des Artikels! Sehr informativ und hilfreich. Ich bin ebenfalls ende Juli auf Bali anzutreffen und dank diesem Artikel werde ich mich definitiv gen Norden orientieren. Danke auch für den Tipp mit Airbnb, denn ich habe absolut keine Lust auf das überfüllte, „unnatürliche-Touristen“ Bali.

    Ansonsten Zusammenfassend kann man sagen:
    -Seine Impfungen aufbessern lassen
    -Roller/Motorrad ausleihen
    -Wohnungen über AirBnB finden.
    -Kleine, Einheimische Lokale und Cafes aufsuchen
    -Und abschließend einfach genießen was geht! :)

    Antworten
    • 23/12/2016 um 11:15
      Permalink

      Hey Nima!
      Lieben Dank für das Kompliment! Und noch besser, wenn der Artikel helfen konnte!
      Dann wünschen wir schon mal eine wunderschöne Zeit auf Bali genieß es! Und trink ein paar Kokosnüsse für uns mit… :)

      Ania

      Antworten
  • 06/02/2017 um 8:03
    Permalink

    Hallöchen,

    vielen Dank für die Eindrücke und den Bericht!
    Ich plane Mai bis Juli 2017 auf Bali mit meinem Sohn zu verbringen. Ich hatte heute überlegt, wie und wo wir anfangen. Jetzt hab ich eine kleine Vorstellung davon, wie es ablaufen könnte :)

    Ich bin mega aufgeregt :D

    Antworten
    • 07/02/2017 um 14:01
      Permalink

      Hi Petra!

      Schön, dass wir ein klein wenig Licht ins Dunkle gebracht haben! :D
      Wir wünschen euch beiden eine tolle Reise im Mai! Bali hat einiges zu bieten! :)

      Liebe Grüße
      Daniel

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  • 17/07/2017 um 10:30
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    Hallo :-)
    erstmal kompliment zum Blog. Finde den sehr schon gestaltet.

    Wir waren im oktober 16 auch auf Bali unterwegs und einige Bilder kommen uns bekannt vor. Die Reisterrassen haben wir auch besucht und meine Freundin ist auch einmal eingesunken :-D

    Warum genau habt ihr den Affenwald in Ubud vermieden?Wir waren dort und hatten keinerlei Probleme. Habe aber jetzt schon mehrfach gehört, dass es dort auch problematisch zugehen kann. Habt ihr ähnliche Erfahrungsberichte.

    Wir haben auf unserem Blog einen kleinen Beitrag zum Affenwald geschrieben. Würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut ;-)

    Lg Max

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      • 23/07/2017 um 22:26
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        Hi Max,

        danke dir! :)
        Hauptsache du konntest deine Freundin wieder heile aus den Reisterrassen ziehen! :D

        Schöner Beitrag von euch zum Affenwald! :) Wir denken auch, dass man dort ohne Probleme durchspazieren, genießen und beobachten kann.

        Wir haben den Wald hauptsächlich gemieden, da wir Orte nicht mögen, an denen wilde Tiere an Menschen gewöhnt werden und von ihnen gefüttert und gestreichelt werden. Es sind eben wilde Tiere und sollten es auch bleiben. Für uns hatte es ein wenig einen Zoo-Charakter und daher haben wir den Wald einfach rausgelassen.

        Liebe Grüße aus Belize
        Daniel

        Antworten
  • 24/10/2017 um 8:03
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    Der Tanz zu dem Ihr aufgefordert wurdet nennt sich Joged, es ist ein Tanz der viel nach der Ernte der Reisfelder in den Dörfern getanzt wird und dient absolut der Unterhaltung, Spaß und der Freude am Leben.

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    • 25/10/2017 um 5:21
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      Dann haben wir bei genau dem richtigen Tanz mitgemacht! :)
      Danke für die Infos, Jörn!

      Antworten
  • 15/12/2017 um 11:29
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    Hallo zusammen,

    wir waren diesen Juni auf Bali und wir haben auch sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Wir waren in Ubud, in Lovina und in Jimbaran und haben jeweils von den Orten aus Aktivitäten und Ausflüge geplant. Von der Natur waren wir unheimlich begeistert, auch von unseren Auflügen zu den Tempeln, vor allem zu dem von wo aus man direkt auf den momentan ausbrechenden Vulkan schauen kann (Pura Lempuyang). Dort sind wir bis zum zweiten Tempel hochgegangen. Die Aussicht, die Natur – unser absolutes Highlight des gesamten Urlaubs. Unheimlich anstrengend durch die vielen Treppenstufen, aber die Aussicht und das Beobachten der Einheimischen beim Beten oben im Tempel haben uns für alle Mühen entlohnt. Super spirituell, hatten wir so den ganzen Urlaub nicht – speziell in Ubud, wo wir es etwas mehr erwartet haben.

    Was mich auf jeden Fall interessieren würde: Uns ist die Müllentsorgung und -Verbrennung ziemlich unangenehm aufgefallen. An den schönsten Ecken findet man teilweise Tonnen von Müll, die einfach am Abhang runtergeworfen wurden und haben so eigentlich alle unsere Erlebnisse mehr oder minder getrübt. Es riecht, dort tümmeln sich unheimlich viele Insekten und keinen scheint es zu stören… Ging es euch ähnlich?

    Was ich auch leider sagen muss, ist das wir uns im Norden überhaupt nicht wohl gefühlt haben. Lovina liegt traumhaft, das muss man wirklich sagen. Mitten im Berg mit Blick aufs Wasser. Aber viel mehr als eine Durchfahrtsstraße ist es eigentlich nicht. Vor allem, wenn man in die „Stadt“ möchte. Das „Leben“ auf Bali soll eigentlich draußen stattfinden, aber als wir im Norden waren, war die Mückenbelastung extrem hoch und wir haben unheimlich viele Tigermücken gesehen (ist eigentlich untypisch für Juni). Da sind wir vorsichtig geworden. Wir sind letztendlich früher abgereist, unter anderem auch weil das tauchen sich als sehr teuer herausgestellt hat. Teuer vielleicht nicht für Europäische Verhältnisse, aber wenn man für 3 € eine Riesenportion Essen bekommt, dann ist 100€ pro Person irgendwo unverhältnismäßig. Zusätzlich kam das Mückeproblem, dass uns irgendwie daran gehindert hat draußen schöne Abende zu verbringen. Auch wenn der Süden deutlich touristischer ist, haben wir dort in Summe die schönere Zeit verbracht.

    Viele Grüße,
    Robin

    Antworten
  • 20/12/2017 um 19:20
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    Hey Robin!
    Die Berge an Müll haben wir an einigen Stellen auch gesehen, so speziell sind sie uns aber nicht aufgefallen, da sie auch in anderen Teilen der Welt, in denen wir waren, so verbreitet waren. Das ist es, was uns am Ende auch zum Nachdenken gebracht hat, was den eigenen Konsum und auch das Verhältnis zu Plastik geändert hat…

    Schön, dass ihr euch aber so viel angeschaut habt und auch beide Seiten Balis kennengelernt habt! Danke für den Kommentar, der sich auch anderen hier helfen wird! :)

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  • 01/03/2019 um 10:58
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    Hallo zusammen,
    für mich hat sich spontan die Möglichkeit ergeben nach Bali zu reisen.
    Ich habe vor 5 Tagen meinen Flug gebucht und fliege auch schon nächsten Dienstag. Ich habe keine Tollwutimpfung und mein Arzt hat mir gesagt dass ich in dieser kurzen Zeit mich auch nicht mehr impfen lassen kann, wobei der Impfstoff zurzeit eh nicht bestellbar sei.
    Ich habe nun doch wirklich Angst, da ich einige Artikel gelesen hab die mir aufjedenfall dazu raten.
    Ich werde eine 3 wöchige Rundreise durch Bali machen, möchte jedoch Attraktionen wie den Affenwald meide und bin auch sonst nicht der Typ Mensch der fremden Tieren zu nahe kommt, sie streichelt oder füttert.
    Habt ihr trotz alledem Tips oder einen Rat für mich ?

    Liebe Grüße Ann-Marie

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