Im Mekong Delta - Unser Reisebericht

Wir überspringen kurz die Story, wie wir mit dem Bus aus Saigon fuhren, um an einer Busstation ein Ticket für die nächste Stadt kaufen zu wollen – für das wir aber nicht genug Bargeld hatten und deswegen erst mal mit den Backpacks laufend eine Stunde nach einem Geldautomaten suchten und sprintend 5 Minuten vor Abfahrt den Bus bekommen haben.

Geschafft. Klar, was sonst, auf den letzten Drücker ist ja schließlich unser Ding. Und da waren wir also: im Bus auf dem Weg ins Mekong Delta!

Das Mekong Delta ist eine Region im Südwesten Vietnams und nennt sich so, weil der Fluss Mekong sich in „Flussarmen“ dort ausbreitet – ein Delta. Es ist quasi eine überschwemmte Region.  Allerdings bringt sie viele Früchte, viel Gemüse und auch die beliebten Reisnudeln hervor!

Fluss im Mekong Delta

Es sieht dort einfach nur traumhaft aus! Eine richtig grüne amazonasmäßige-Oase, durch die man mit den Kanus entlang schwimmt! Problem: Das macht natürlich jeder Touri. Wie also entkommt man einer Tour, die Kanu an Kanu gereiht dort entlang fährt?

Indem man eigentlich nur nach einer Unterkunft sucht, eine kleine und gute findet und bei den Bewertungen in Tripadvisor liest: „Auf jeden Fall eine Tour mit der Tochter der Familie machen! Hier übrigens der Link zur Unterkunft!Die Tour durch das Mekong Delta ist toll und individuell und richtig klasse!“ Toll, individuell, klasse, und kein typischer Tour-Guide: Gebucht!

 

23.00 Uhr – angekommen in Can Tho

Wir waren bereits seit 20 Minuten unterwegs zu der Unterkunft und bogen ab, als das Handy sagte abbiegen und gingen noch durch ein paar Gassen, bis wir ein Gittertor sahen mit einem Garten dahinter. Wir waren da! Nur… alles dunkel.

„Kacke, hoffentlich schlafen die nicht schon alle… nicht, dass wir die wach machen“, und in dem Moment fing der Hund der Familie an wie bekloppt loszukleffen und kam zum Gitter gesprintet. Hallo schlechtes Gewissen! Mal eben die gesamte Nachbarschaft in der Nebenstraße wach gemacht!

Eine Frau, die Besitzerin des Guesthouse, kam aus dem Haus, öffnete das Tor, beruhigte den Hund und sah nicht gerade aus, als wäre sie hell wach gewesen. Denn sie hatte einen Bademantel und darunter eine lange Schlafanzug-Hose an. Verdammt.

Wir haben versucht das Es-tut-uns-so-unfassbar-leid-Gesicht aufzusetzen, um ihr zu zeigen, wie Leid es uns tat – denn sie sprach nur Französisch. Und 7 Jahre Französisch in der Schule heißt noch lange nicht, dass man so spricht, als hätte man 7 Jahre Französisch in der Schule gehabt.

Sie war aber freundlich zu uns und unsere Sprachkenntnisse reichten noch für die Konversation, dass man ein Zimmer gebucht hatte, wir gerne noch das angebotene Wasser mit aufs Zimmer nehmen und… „Können wir wohl morgen die Tour durch das Mekong Delta mit Ihrer Tochter machen…?“ Hallo schlechtes Gewissen Nr. 2!

Sie flüsterte zurück, dass sie ihrer Tochter sofort Bescheid gibt – weil sie eigentlich zur Schule muss. Schlechtes Gewissen, wir sind soeben beste Freunde geworden!

„Es geht dann um 5 Uhr morgen früh los Richtung Mekong Delta!“ – „Alles klar, super, danke!“ Die Mutter führte uns ins Zimmer. Und erst dann wurde uns klar: „Sagte sie gerade FÜNF??“, wir schauten uns an und lachten los und mussten wieder einmal feststellen: Wir lieben diese Reise! Immer was Neues, was Unerwartetes – begleitet von einer Natur und Kultur, die deine Sinne einnimmt. Vor allem im Mekong Delta, wie wir noch feststellen.

 

5.00 Uhr – die 9 Stunden beginnen

3 Wochen vor diesem Tag fragten wir uns in Deutschland: „Wir leihen in Vietnam aber kein Moped aus, oder? Ist bestimmt zu gefährlich wegen Verkehr und so…“

3 Wochen später um 5 Uhr morgens sagte die 17-jährige Tochter Linh: „Hier, eure Helme. Da steht euer Moped, das müsstet ihr euch teilen. Wir fahren erst noch 20 Minuten, da steht dann das Kanu, mit dem wir dann durch das Mekong Delta fahren!“

Sie sprach Englisch, sodass wir diese Aussage richtig verstanden hatten. „Wir sind aber bisher nur einmal Moped gefahren, auf einer Straße, wo nichts los war…“ Das beeindruckte Linh wenig, sie lachte und drückte uns die Helme in die Hand „It’s easy. You’ll make it!“.

Sie machte einen lebensfrohen und lockeren Eindruck. Dass die Tour gut wird, das war uns spätestens dann klar! Linh steckte sich ihre Kopfhörer in die Ohren, schaltete ihre Musik ein und fuhr los.

 

5.10 Uhr – durch den Verkehr

Wir bogen ab, mitten in den Verkehr auf der Hauptstraße. Es war bereits viel los und… die Fahrt war einfach der reinste Genuss! Vorweg: Wir haben die Fahrt überlebt!

Die Luft war noch frisch und kühl, die Sonne ging genau neben uns auf und es waren 20 Minuten, in denen man sich bewusst machte: „Wir sind gerade auf der anderen Seite der Welt. Wir fahren gerade zum zweiten Mal im Leben Roller. Zu einem Kanu, mit dem wir durch das Mekong Delta fahren werden. Und sehen gerade vor uns, wie der Tag beginnt.“

 

5.30 Uhr – ab ins Kanu

Tour durch das Mekong Delta

„Ist. Das. Cool!“ Wir stiegen in ein Holzkanu. In ein richtig schönes altes geiles Holzkanu! Keine für Touris gemachten quietschig gelben Plastiksitze, wo man seine Getränke noch an der Seite verstauen kann, nein, einfach ein uriges Holzkanu! Mit der „Fahrerin“: Wir nennen sie: Die Oma!

Ok, „die Oma“ ist vielleicht übertrieben, so alt war sie nicht, aber sie war halt moppelig wie die meisten Omas und still wie eine Oma und älter als wir zusammengerechnet plus noch ein paar Jahre drauf.

Den typischen Bildern von Vietnam und dem Mekong Delta entsprechend, paddelte sie stehend zur ersten Station auf unserer Tour: Dem schwimmenden Markt!

 

5.45 Uhr – der schwimmende Markt

Schwimmender Markt im Mekong Delta

Ein schwimmender Markt, ist ein Markt, auf dem die Bewohner im Mekong Delta ihre Früchte, ihr Gemüse und ihr Angebautes verkaufen und tauschen – alles in ihrem Kanu! Was auf den ersten Blick aussieht wie ein riesen Chaos, klappt aber tatsächlich total entspannt!

Früchte auf dem schwimmenden Markt im Mekong Delta

Das Beste war dann aber, als Linh fragte. „Wollt ihr Kaffee?“ Das Kanu hielt an einem anderen Kanu und darin saß einfach mal ein Coffe Shop! DAS ist mal Coffee to Go!

Kaffee auf schwimmendem Markt im Mekong Delta

Nichts, wie du es kennst, alles komplett anders und für die Menschen im Mekong Delta Alltag. Es war schlichtweg beeindruckend und nimmt dich komplett ein, sodass du kaum merkst, wie du lächelnd alles um dich herum einsaugst.

Der schwimmende Markt findet jeden Morgen statt und das auch nur in den frühen Morgenstunden. Wir genossen einfach mittendrin zu sein, und das auch noch als einzige Nicht-Vietnamesen, wie wir festgestellt haben. „Ich und mein Papa fahren auf  den Touren mit unseren Gästen immer nur die Routen, wo kaum andere Touristen sind.“, erklärte sie dann. Wir lieben diese Sätze!

 

7.00 Uhr – rein ins Mekong Delta

Bootstour im Mekong Delta

Es fühlte sich an, als wären wir allein im Mekong Delta. Wir fuhren durch die schmalen Flussarme, die zwischendurch breiter wurden, um Kurven gingen, überdeckt von saftig grünen Palmen. Das Paddeln der Oma im Hintergrund.

Und Linh? Sie war der reinste Glücksgriff für die Tour! Sie war ein ganz normaler Teenager wie sie es auch hätte in Deutschland sein können. Jeans, Shirt, Ohrenstöpsel ihrer Musik um den Hals hängend, und vor allem eins. Aufgeweckt! Sie erklärte uns viel über die Region, erzählte uns von den Früchten, die an den Bäumen wuchsen und hielt zwischendurch immer wieder an, um uns mal etwas genauer zu zeigen. Hat uns auch gern mal verarscht… „Hier probier mal!“ Wir probierten. Und schnappten nach Luft. „Haha, das war Pfeffer!“ Zu cool. Als wäre man mit einer guten Freundin unterwegs! Und die Landschaft war grandios!

Auf dem Boot durch das Mekong Delta

 

8.30 Uhr – zwei Welten

Wir fragten sie, woher sie das alles eigentlich weiß. „Mein Vater hat mir viel gezeigt. Damit ich das alles lerne und dann auch diese Touren mit unseren Gästen machen kann!“

A propos:
„Linh, sorry, dass die ganze Tour durchs Mekong Delta hier so spontan kam!“
– „ach, kein Problem, bin eh lieber hier als in der Schule“ sagte sie lachend.
„Stimmt, woher kannst du eigentlich so gut Englisch? Aus der Schule?“
– „Nein, ich lerne besser auf diesen Touren hier von den Gästen. Unser Englisch Lehrer spricht selbst kein Englisch, er versucht es uns so beizubringen, durch die Theorie.“

Und ab da begann ein ausgelassener, lockerer und vor allem unglaublich spannender Austausch. Diese Art von Austausch, die man auf Reisen einfach liebt, weil man das Gefühl hat einen authentischen Einblick in die Kultur zu bekommen. Hier ein paar Auszüge:

Linh: „Was arbeitest du überhaupt in Deutschland?“
Ania: „Im Marketing, also Bürojob…“
Linh: „Aber… warum arbeitest du für wen anderes? Würde ich nieeee machen! Warum machst du nicht einfach dein eigenes Restaurant auf, zum Beispiel?“

Wir beiden haben gelacht und dann gemerkt, wie merkwürdig das war: Jemandem zu erklären, dass es Gang und Gebe ist, in einem Bürojob zu sein und nicht mal eben sein eigenes Restaurant zu eröffnen an der Straße. Als wir ihr von den ganzen Auflagen erzählt haben, wie viel cm Platz darf auf dem Bürgersteig genutzt werden, Hygiene und Miete… da hat sie sich kaputt gelacht. „Ernsthaft??“

Wenn zwei Welten aufeinander prallen. „Ihr lebt zu gesund. Das ist das Problem. Viele Touristen kommen hierher, ich würde ihnen auf den Touren gern vom Markt all die Dinge zum probieren geben, die wir Vietnamesen essen – aber sie bekommen sofort Magenprobleme. Ihr lebt viel zu gesund. Das ist nicht gut.“ Ein Satz, der hängen blieb.

Daniel: „Warum trägst du eigentlich Pulli und Handschuhe?“
Linh: „Na, die Sonne!“
Dass das eher eine Bestärkung der Frage war und keine Antwort, merkte sie dann schnell und ergänzte: „Wir möchten einfach keine braune Haut bekommen! Das heißt, dass man auf dem Feld arbeiten muss, oder einfach hart arbeiten muss. Weiße Haut bedeutet, dass du es dir leisten kannst daheim zu bleiben!“
Daniel: „…und in Deutschland beneidet man sich gegenseitig für die Bräune – heißt halt, dass du im Urlaub warst! Und bei Leuten, die dauerhaft gebräunt sind, dass sie das Geld haben, oft in den Urlaub fahren zu können“
„Was???“ Linh lachte wieder los.

Allein das war die Tour wert. Der Blick über den Tellerrand lässt grüßen und das Verstehen von: Außerhalb der gewohnten Welt gibt es noch eine Menge anderes! Zwischendurch vergaßen wir komplett, wo wir gerade durchfuhren, weil wir so in Gespräche vertieft waren. (In diesem Beitrag hier haben wir Linh übrigens 8 Fragen zu ihrem Alltag gestellt, weil wir es so interessant fanden – diese andere ganz normale Sichtweise)

 

10.00 Uhr – Früchte im Mekong Delta

Vegetation und Früchte im Mekong Delta

„Komm, wir steigen mal aus, hier sind ganz viele Früchte, die ich euch zeigen will!“

Wir stiegen aus und wir aßen eine Kreuzung aus Zitrone und Mandarine, wir aßen grüne Erdbeeren, aber die waren bitter. „Ich würde so gerne mal eine rote Erdbeere probieren!! Die gibt es hier nicht, und wenn, dann richtig richtig teuer…“.

„Hier, da wachsen Bananen.“, zeigte sie dann.

Mussten kurz zwei Mal hinsehen. „Achja… die wachsen ja so“, erwischt man sich sagen. Kennt man die Bananen sonst nur aus dem Pappkarton im Aldi. „Dort hinten sind spezielle Beeren – mit denen hat man damals geschrieben. Sie hatten eine Farbe wie Tinte.“ Sie pflückte welche. „Aber lecker sind die auch!“ und aß sie. Wir spazierten am Ufer entlang, sahen Häuser, Hütten und Kinder, für die das Früchteparadies hier im Mekong Delta Alltag ist.

 

11.00 Uhr – Hausbau mal anders

Kultur im Mekong Delta

„Bauen die da was?“
„Mit den Blättern meinst du? Lass uns hin.“
Sie sagte der Oma, dass sie ans Ufer fahren sollte.
„Kommt! Wollt ihr was fragen? Ich übersetze!“

Wir stiegen aus und sahen einen Vietnamesen auf dem Boden sitzen (wir sind uns noch uneinig ob es doch eine VietnamesIN war?!). Vor ihm/ihr eine Reihe von Blättern und er/sie schien etwas daraus zu bauen. Linh hockte sich daneben.

Sie fragte anscheinend was er da macht, und er sagte: „Ein Dach fürs Haus“
Ja klar, was sonst! Aus Blättern – natürlich.
„Wie lange braucht man dafür, bis sowas steht?“
„Ungefähr drei Tage“, sagte er und zeigte uns lächelnd, wie man die Blätter miteinander verbindet.

Es ist stabil, die Blätter sind wasserabweisend und es ist natürlich schneller gebaut als mit irgendwelchen Ziegeln. Wir liebten diese Einfachheit, unterhielten uns ein wenig und stiegen zurück ins Kanu, als wir Linh sagten, wie beeindruckend das ist, wie man hier lebt.

 

11.45 Uhr – bei einer Familie im Mekong Delta

„Wisst ihr was? Ich frage mal eine Familie, ob wir mal Hallo sagen können!“. Die Oma fuhr ans Ufer. Linh sah eine Frau, die vor ihrem Haus mit dem Kind auf dem Arm stand. Sie kam ganz langsam auf sie zu und man hörte ihr den lieben und höflichen Ton an. Die Dame lachte und winkte uns her.

Diese Gastfreundschaft und Offenheit. Es fühlte sich fast ungewohnt an. Die Frau zeigte uns ihr Haus mitten im Mekong Delta, wie sie hier heizen, wie sie kochen, wie sie leben, was sie wo anbauen, wie was funktioniert… manchmal weiß man nicht mal mehr, was man fragen soll, weil man es nur noch auf sich einprasseln lassen möchte und zuhört…

Küche von vietnamesischer Familie im Mekong Delta

Und dann kam er: ein kleiner unfassbar süßer kleiner megasüßer kleiner Hund! Komplett fixiert auf die Kamera sprang er vor uns rum, der Sohn hinterher und das kleine Kind ganz neugierig.

Als ob wir es nicht wüssten, flüsterte Linh noch, dass wir uns mit „Cam On“ auf vietnamesisch bedanken sollten für den Einblick… „Cam on!“ sagten wir natürlich auf perfekt vietnamesisch, die Frau strahlte. Und der kleine Junge winkte uns zu.

 

13.00 Uhr – auf dem Feld

Reisfeld im Mekong Delta

Die Oma wartete wieder auf uns am Ufer, während wir auf einem Feld mitten im Mekong Delta standen. „Hier, siehst du: Er ist ganz braun. Weil er auf dem Feld arbeiten muss!“, sagte Linh, während sie auf den Mann auf dem Feld zeigte und auf die Pulli-trotz-Sonne-Sache zurückkam.

Bevor sie uns daran erinnerte, mit welchen Gedanken wir eigentlich nach Vietnam geflogen sind. Der Vietnamkrieg. Irgendwo noch mit das erste, das man mit dem Land verbindet. Auf der Reise war der Punkt fast untergegangen – kaum eine Spur davon. Die Vietnamesen sind stolz auf ihr Land, es wird kaum noch darüber gesprochen, vor allem die jungen Vietnamesen sagen immer wieder „Das ist Geschichte! Das ist vorbei. Wir haben jetzt ein wundervolles Land!“ Es ist bemerkenswert.

Wir standen vor einem großen Feld. Und einem Gedenk-Häuschen. Sie flüsterte „Hier geben viele Leute ihre Gaben. Weil besonders hier im Mekong Delta viel zerstört wurde und viele Menschen getötet wurden.“ Wie schnell man einen Kloß im Magen bekommen kann. Du blickst um dich und es ist alles grün. Die Natur wunderschön, Touristen kommen von überall auf der Welt, um das zu sehen. Es ist so friedlich und ruhig. Und dann der gedankliche Kontrast zu dem, was hier einmal passiert ist. Diese einfache Situation bleibt einem so viel mehr in Erinnerungen als jegliche Dokumentationen, die wir uns vorher angesehen hatten.

 

13.30 Uhr – Ananas am Stiel

Die Tour durchs Mekong Delta ging weiter. Wir fuhren wieder durch den Fluss, die Oma hatte uns eine frische Ananas zurechtgeschnitten und uns gegeben wie ein Eis am Stiel. Und es sah auch noch richtig cool aus, sternförmig hatte sie es geschnitten. Wir dachten zuerst sie hat sich da richtig Mühe gegeben, die Ananas irgendwie hübsch zu gestalten, so künstlerisch halt…

Ananas in Vietnam

Wir total begeistert davon, bis Linh uns gefragt hat: „Hä wieso, wie schneidet ihr die denn?“ – „Ja in Scheiben! Oder Stücke…“ Sie guckte unglaubwürdig und lachte. Und als sie noch hörte, dass man es auch oft in Dosen kauft, schüttelte sie nur den Kopf. „In DOSEN???“ Und das erste Mal denkt man: „Ey stimmt – wie bescheuert eigentlich?!“

„Wenn ihr die Schale einfach abschneidet, dann werft ihr ja das Beste weg! Ihr müsst erst die Augen rausschneiden und dann den Rest mit dem Messer abkratzen!“ (Augen = die Kreise an der Schale der Ananas…) Wir haben die Theorie daheim mal probiert. Es hat uns eine Stunde gekostet und es war die reinste Katastrophe… irgendwann probieren wir uns nochmal daran!

Seitdem aber ist es komisch, Dosenananas einzukaufen. Gut, für Toast Hawaii ist’s noch okay… Aber ansonsten sieht man automatisch Linh vor sich, die lachend der Kopf schüttelt. Man kommt sich auf einmal total dämlich vor. Man denkt ja immer, dass man es in Deutschland so gut hat. Nur… die Leute, die einfach und in Regionen wie dem Mekong Delta leben, zeigen dir dann: „Ihr habt es vielleicht im Leben einfacher und einen Aldi – aber wir haben das Wissen und die Früchte sind wirklich aus der Natur…“

Wir fuhren weiter, erzählten noch daheim von unseren Familien, Linh von ihrem Alltag in Vietnam, ihrem Freundeskreis und wir brachten uns gegenseitig ein wenig Vietnamesisch und Deutsch bei… bis sie irgendwann sagte: „Jetzt werde ich mal still sein, hier nach der Kurve kommt die schönste Stelle… genießt einfach“

Wir waren still. Und mussten ihr Recht geben. Es war der schönste Anblick der ganzen Tour.

Tour durchs Mekong Delta

…achja, die Story, wie wir uns verabschiedeten und der Hund rauslief, als wir das Tor öffneten und die Mutter auf dem Moped schreiend hinterherfuhr und Linh mit einem Besen hinterherlief, während sie uns zuwinkten und wir wieder auf Bussuche gingen, und anschließend im dunkeln auf Unterkunft-Suche am Fluss entlang gingen, um am nächsten Morgen auf eine traumhafte kleine Insel mit dem Boot zu fahren… die überspringen wir mal!


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12 thoughts on “Vietnam • 9 Stunden im Mekong Delta

  • 09/01/2016 um 17:01
    Permalink

    Hallo :)
    Der REisebericht hört sich einfach so hammer an mit der Tour mit der Linh die ihr durch MEking Delta mit dem Kanu gemacht habt.
    Habt ihr noch irgendwelche Kontaktdaten oder Infos wie wir sie dort finden könnten um die Tour mit ihr zu machen? Und wie teuer war die Tour?
    Wie habt ihr die Familie eigentlich gefunden um dort zu übernachten und die Tour zu machen?
    Sorry für die vielen Fragen :D
    Freue mich über eine schnelle Antwort weil wir ganz spontan vorgestern gebucht haben und am Mittwoch schon los fliegen :)))

    Antworten
    • 09/01/2016 um 22:49
      Permalink

      Hey Irene!
      Wir antworten mal direkt auf die Fragen, damit’s fix geht! :D

      Habt ihr noch irgendwelche Kontaktdaten oder Infos wie wir sie dort finden könnten um die Tour mit ihr zu machen?
      >> Chambres D’hotes MEKONG-LOGIS (https://www.tripadvisor.de/Hotel_Review-g303942-d2162577-Reviews-Chambres_D_hotes_MEKONG_LOGIS-Can_Tho_Mekong_Delta.html) Das ist die Unterkunft (sehr empfehlenswert ebenfalls!) und die Tochter macht die Tour dann bei Bedarf! Am besten dort mal anfragen!

      Und wie teuer war die Tour?
      >> ca. 20€ pro Person waren das, meine ich mich zu erinnern!

      Wie habt ihr die Familie eigentlich gefunden um dort zu übernachten und die Tour zu machen?
      >> Eigentlich hatten wir nur nach einer Unterkunft in Can Tho gesucht (von dort aus kann am besten Touren ins Mekong Delta machen) und bei Tripadvisor hatten wir dann von dieser Unterkunft gelesen und dass alle von der Tour geschwärmt hatten… also haben wir die UNterkufnt gebucht und die Tour gleich mit als wir dort ankamen :)

      Wir hoffen, ihr könnt sie gut vorab kontaktieren und dass alles klappt und vor allem: Viel Spaß!!!! Ihr werdet es lieben :- )))

      Liebe Grüße!

      Antworten
  • 29/02/2016 um 17:00
    Permalink

    Hallo,

    ich bin ganz zufällig auf euren Blog gestoßen, Ich gehe in 3 Wochen nach Vietnam und wollte das Mekong Delta eigentlich auslassen. Mein Freund wünscht es sich nun aber und nun war ich auf der Suche nach einem Weg „abseits des Tourismus“ und tataaaaa freudestrahlend habe ich euren Blog entdeckt. PERFEKT! Exakt das habe ich gesucht.

    Darf ich noch Fragen wie ihr dann weitergereist seid und auf welcher Insel ihr gewesen seid? Wir haben ca. 2-3 Tage Zeit für das Mekong Delta.

    Dank dir ganz sehr für jeden Tip!

    LG, Carry

    Antworten
    • 01/03/2016 um 4:22
      Permalink

      Hey Carry!

      Wir waren auch mehr als froh, als wir diese Tour fanden! Ihr werdet es genießen!

      Wir sind anschließend mit dem Bus in die Stadt Rach Gia gefahren.
      Von dort mit der Fähre auf die Insel Phu Quoc. Falls ihr noch Unterkünfte sucht, haben wir hier unter dem Link unsere besten in Vietnam zusammengefasst, auch für Phu Quoc! :)
      >> https://www.geh-mal-reisen.de/vietnam/vietnam-unterkuenfte/

      Und falls ihr noch mehr Tipps zu Vietnam sucht, einfach auf diese Seite hier gehen, da haben wir alle Infos aufgeschrieben, ohne Reiseberichte, lediglich die Infos und Tipps!
      >> https://www.geh-mal-reisen.de/vietnam/

      Haben uns gedacht, wir halten die Tipps separat und übersichtlich auf einer anderen Seite fest, damit man sich die Infos nicht immer mühselig aus so einem Reisebericht picken muss, denn so ging es uns sonst immer :D

      Liebe Grüße aus Borneo und genießt Vietnam, es ist ein tolles Land!

      Ania

      Antworten
  • 19/07/2016 um 12:15
    Permalink

    Hallo Ihr beiden,

    das hört sich echt toll an, ich plane gerade unsere Vietnamreise für Anfang nächsten Jahres. Seid Ihr denn mit dem Bus von Saigon nach Can Tho gefahren? und wie seid ihr anschließend von Can Tho nach Dao Puh Quoc gekommen? Wie lange hat das gedauert und was hat das gekostet?

    Danke für eure Antwort.

    Grüße
    Claudi

    Antworten
    • 19/07/2016 um 12:33
      Permalink

      Hi Claudi!

      Ich versuche mich mal zu erinnern:

      ➸ Die Fahrt von Saigon nach Can Tho
      Ja, wir sind mit dem Bus dorthin gefahren! Ich meine, das war ein Busbahnhof ein wenig außerhalb der Stadt. In Saigon am besten einfach nochmal nachfragen bei der Unterkunft! Die Fahrt dauerte ca. 3-4 Stunden. In Can Tho hatten wir dann unsere Unterkunft. Sind aus dem Bus raus und einfach hingelaufen.

      ➸ Der Weg von Can Tho nach Phu Quoc
      Wir sind von Phu Quoc mit einem Bus nach Rach Gia gefahren (ca. 2-3 Stunden). Dort haben wir direkt am Hafen übernachtet und am nächsten Morgen die Fähre rüber nach Phu Quoc genommen! Die Fahrt ging ca. 2 Stunden.

      ➸ Preise
      Oi – das weiß ich nicht mehr genau… die Busse waren keineswegs teuer, wenige Euro-Bereich. Die Fähre kostete meine ich 230.00 Dong, also ca. 9€ pro Person!

      Ich hoffe, das hilft weiter!

      Liebe Grüße und viel Spaß in Vietnam!

      Ania

      Antworten
  • 05/01/2017 um 19:14
    Permalink

    Danke! Ihr bringt es echt auf den Punkt! 24h Mekong Delta! Ja…leider hat man manchmal nicht mehr Zeit….und da ist euer Beitrag Gold wert! Danke!

    Für mich ist gerade der nördliche Mekong ab Laos der schönste Teil des Flusses! Allerdings sollte man dort mehr Zeit als 24h haben. Langsamkeit und Ruhe prägen dort einzigartige Landschaften. Aber nicht mehr lange! Die Region ist starken Veränderungen unterworfen. Wer sich dafür interessiert sollte schnell in diese schönste Region der Welt.

    Ihr könnt das auch gerne genauer hier mal nachlesen:http://best-ager-lounge.com/dammbau-mekong-fluss/

    Liebe Grüße Simone

    Antworten
    • 06/01/2017 um 12:48
      Permalink

      Hey Simone,

      An das Mekong Delta in Vietnam denken wir so gerne zurück! Es war echt ein einzigartiges Erlebnis mit dem Boot durch die grüne Natur durchzugleiten und zu sehen, wie friedlich die Menschen dort leben und arbeiten.

      Den nördlichen Mekong werden wir uns aber auch mal genauer anschauen! Wir sind immer interessiert, Regionen zu sehen, die es in wenigen Jahren so wohl nicht mehr geben wird! Danke also für deinen Tipp – klingt interessant! :)

      Liebe Grüße
      Daniel

      Antworten
  • 08/10/2017 um 9:58
    Permalink

    Hallo, ein wirklich schöner Bericht.
    Nur als Anmerkung zum Thema ob Mann oder Frau „Hausbau mal anders“. Falls die Person auf dem Bild mit den Blättern gemeint ist: es ist eine Frau.

    LG von einem der seit Jahren in Vietnam lebt.

    Antworten
    • 09/10/2017 um 11:38
      Permalink

      Lieben Dank für den Hinweis, das wussten wir tatsächlich nicht und blöde fragen wollten wir da auch nicht… :) Danke! :)

      Antworten
  • 27/11/2018 um 22:54
    Permalink

    Danke für eure guten Tipps und den Affiliate-Link zu Booking. Werde jetzt direkt die Unterkunft für Dezember buchen :)

    Liebe Grüße
    Michael

    Antworten
  • 09/12/2018 um 20:32
    Permalink

    Hallo ihr beiden :)

    erstmal vielen lieben Dank für euren tollen Blog und eure Tipps etc. Wir waren in den letzten drei Wochen in Vietnam unterwegs und haben u.a. die Tour mit Linh gemacht! Es war einfach genial und wir sind sehr dankbar für diesen tollen Insidertipp!! Linh ist super und wir hatten eine tolle Zeit bei ihr im Guesthouse -die Idee vom eigenen Café hat sie übrigens auf Eis gelegt, da im Guesthouse zu viel zu tun ist ;).
    Kleines Update, das ihr übernehmen könnt: die Tour kostet mittlerweile 33€ pro Person – ist aber natürlich nach wie vor jeden Cent wert!!
    Liebe Grüße,
    Anne

    Antworten

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