Die Woche in der ich kündige.

Montag, 03. August 2015
Dienstag, 04. August 2015
Mittwoch, 05. August 2015
Donnerstag, 06. August 2015
Freitag, 07. August 2015 – ich werde kündigen!

 

Montag, 03. August 2015

„Und du kündigst dann jetzt wann…?“, fragte meine Schwester beim Grillen am Sonntag.
„Freitag!“ und ein Grinsen legte sich auf mein Gesicht. Wenn diese Frage kommt, geht alles in mir auf. Ich will es nur noch sagen und aussprechen: „Ich gehe – für eine Weltreise“

Ich mein, kündigen wegen einer Weltreise! Sorry, aber einen geileren Grund gibt’s ja wohl nicht!
Da hört man sowas immer nur von anderen oder sieht das in den ganzen coolen Filmen… und jetzt… macht man es wirklich selbst…! Daniel hat seine letzte Klausur im Masterstudium bestanden und wir hatten doppelt Grund zu feiern: Nie wieder eine Klausur und ich habe das Go für die Kündigung! Freitag. Diese Woche.

Montagmorgen, ich ging gerade los zur Arbeit, stand Daniel an der Tür und sagte grinsend: „Noch 5 Tage….!“. Plötzlich schoss ein Kribbeln durch mich durch. Nur noch 5 Tage und der Tag kommt, den du dir schon so lange vorgestellt hast.
Scheiße.

‚Ania, du bist nervös. VERFLUCHT nervös‘. Das hatte ich eigentlich erst Freitag erwartet. Na toll. Wenn ich nervös bin, krieg ich direkt komischen Magen und kann dann weniger Süßigkeiten essen, weil sonst Bauchweh.

Ich ging durch die Haustür, setzte meine Kopfhörer auf. Die Tüte in der rechten Hand. Da sind immer die Pumps für die Arbeit drin. Wechsle die flachen Schuhe immer schnell im Aufzug, bevor ich ins Büro gehe. Selbst der 15 Minuten Spaziergang zur Arbeit ist mir zu viel mit den Dingern…

Die Aufzugtür ging auf. Und das Kribbeln wurde krasser. Als würde ich gleich schon die Kündigung auf den Tisch legen. Aber ich wollte es Freitag. Wenn die Kollegen auch alle da sind. Und: ich dann direkt ins Wochenende kann. :D

Ich stempelte ein. Oh man. Diese Stempeluhr. „PiepPiiiep“. Das Geräuch, das dir sagt: „So, mindestens 8 Stunden gehörst du jetzt nur MIR!“ Die hohen Schuhe klackerten den Flur entlang. Muss ich immer selbst über mich lachen. War vor zwei Wochen direkt nach der Arbeit bei Freunden und einer sagte: „Boah Ania, das letzte Mal als ich dich ohne Chucks und mit solchen Schuhen gesehen habe war auf meiner Hochzeit!“ Wenn meine Kollegen wüssten, haha.

„Guten Morgen!“
Mein kleines Reich: Der Schreibtisch, meine Timing-Pläne, meine Jobmappen, Infomappen… das ganze Bürozeugs, das jahrelang meinen Alltag strukturierte und bestimmte. Und nicht mehr lang und all das ist von einem Tag auf den anderen… weg.

Auch mein grandioser Stiftehalter. Mein Ein und Alles im Büro: Ein geleertes Marmeladenglas, auf dem ich ein Bild von einem Wasserfall aus Costa Rica mit Tesa hingeklebt habe. Die Mini-Quadratzentimeter, die mir und meinem Kopfkino gehören. Gott, ich kann es nicht erwarten… Bürostuhl durch Moped im nirgendwo tauschen, Monitor durch Sonnenaufgänge, Meetings durch Gespräche mit Einheimischen und strategische Karriere-Jahresgespräche durch neue Lebenspläne.

„Ania, nächste Woche ist eine Schulung – Dienstag. Kannst du wohl dann fahren mit dem Firmenwagen?“ – „Klar.“, sagte ich. „…aber ich kündige Freitag“, rutschte es fast aus mir raus :D Und ich wurde noch nervöser.
„Daniel, ich kann mich null konzentrieren. Wie soll ich das bis Freitag aushalten“, schrieb ich ihm direkt über WhatsApp. Sogar meine Finger zitterten, weil ich an rein gar nix anderes mehr denken konnte. Was der Körper mit einem macht, einfach, weil etwas näher kommt, das man sich so lange gewünscht hat! Zwischendurch hatte ich sogar schon feuchte Augen vor Freude und ich weiß jetzt schon: Freitag werde ich einfach nur heulen. Das wird dann mein Kündigungsgespräch. :D

 

Dienstag, 04. August 2015

War klar.
Es war so klar.
Dass gerade ein paar Tage vor der Kündigung solche Fragen von einer Kollegin kommen:

„Wohin fliegen Sie denn in den Urlaub? Sie machen doch immer so interessante Fernreisen!“
– „Mmhmh… Ziel steht noch nicht fest.“
„Aber wieder weit weg?“
– „ja, auf jeden Fall“
„Toll! Dann wie lange?“
-„Mal sehen…“

Gut, man muss sagen: ich habe nicht gelogen! Wenn Sie mich das Montag nochmal fragt, würden die Antworten genauso aussehen, von daher. :D

„Spontan… das ist immer gut, wenn man jung ist!“, sagte sie, als mein Kaffee aus der Maschine in die Tasse lief. „Jop, finde ich auch immer gut!“ Ich nahm die Tasse und dachte nur: ‚weg hier, weg hier, weg hier, bevor noch so eine Frage kommt, du dich umdrehst, die Kaffeetasse vor Freude in die Luft wirfst und schreist: „ICH MACHE NE WELTREISE!!!!“ ‚

Ich kam rechtzeitig raus und der Kaffee blieb drin. Mit der Tasse setzte ich mich auf meinen Platz. „Ania, kannst du nochmal rüberkommen? Frage wegen der Website…“. Wir haben gerade ein neues System bekommen. Dass ich mich schnell wegen des Blogs mit solchen Sachen zurechtgefunden habe, weiß auch keiner. „Ich interessier mich halt dafür…“.

Ich ging rüber und erklärte es. „Hm. Hier sind noch so ein paar Baustellen, da glaube ich, das packen wir 2016 erst an.“ Das sind die Momente, wo ich dann immer schlucke. „Jop“. Oh man, man fühlt sich, als würde man ein Mini-Doppelleben führen. Der Job einer Doppel-Agentin wär definitiv nix für mich. :D

Ob die wohl enttäuscht sein werden, meine Kollegen? Dass ich sie indirekt angelogen habe? Oder werden die sich einfach nur freuen? Poah, keine Ahnung. Aber die Frage beschäftigt mich mehr, als ich gedacht habe. Wohl, weil ich sie einfach mag.

Als ich heim kam, habe ich mit Daniel beim Essen abends überlegt, was ich den Kolleginnen sage. Und wann. Und wie. Und wo ich anfange. An sich glaube ich schon, dass sie sich freuen werden. Aber ein wenig enttäuscht werden sie schon sein. Sie standen immer hinter mir und haben ein gutes Wort eingelegt, als es um meine Vertragsverlängerung ging. Nie Ellenbogen-Mentalität. Nie. Im Gegenteil. Und jetzt erfahren sie, dass ich nicht erst seit gestern weiß, dass ich kündigen werde.

Karriereleiter fand ich schon immer kacke und wollte ich nie. Gehaltserhöhung hat mich noch nie locken können, genauso wie Firmenwagen oder Perspektive auf mehr Verantwortung und und und. Auch wenn man es mir angeboten hatte oder in Aussicht gestellt hatte. Es war mir egal. Ich werte diese Sachen einfach nicht so hoch und daher ist das kein Ansporn für mich.

Aber zu wissen, dass ich mit Daniel und dem Rucksack in einem Nachtzug irgendwo in Vietnam übernachten werde 17 Stunden lang und irgendwo in der Pampa rauskomme, um weitere 3km zu laufen mit dem Gepäck auf dem Rücken und dann erst noch eine Unterkunft suchen muss… da blüht’s in mir auf. Natur sehen, Natur berühren, Naturgewalten aufsaugen, eine Sprache lernen und vor Tieren wegrennen, in Kulturen eintauchen und die Herzlichkeit von Menschen kennenlernen, die dir auf dem Weg helfen, oder einfach ihre Geschichte und Heimat erklären. Das will ich lernen. Das will ich erleben. Und nicht die nächste Schulung, die eigentlich am Dienstag ansteht.

Ich nahm einen Schluck aus der Kaffeetasse. Die Tasse haben mir meinen Kolleginnen geschenkt. „Päuschen“ steht da groß drauf. Von Büroräumen werde ich bald eine lange Pause haben. Und ich trank aus. Freitag… vielleicht hau ich den Kaffee dann vor Freude in die Luft!

 

Mittwoch, 05. August 2015

„Bis heut Abend!“, ich gab Daniel einen Kuss, ging wieder aus der Tür. Wie jeden Morgen. Die Tüte mit den Schuhen wieder in der rechten Hand. Kopfhörer wieder aufgesetzt. Alles Routine. Jeden Tag. Nur die Lieder ändern sich. Heute Morgen lief das:


Mein Weg der gleiche. Sogar die Leute, die mir entgegenkommen sind immer die gleichen. Die eine auf dem Rad mit den kurzen Haaren, die immer am Handy ist. Und der Mann im Anzug, der mir mit seiner Laptoptasche immer entgegenkommt. So ein typischer BusinessKerl, der jedem allen Mist verkaufen kann. Schmierige Haare und das Ganze. Achja und die eine Frau, die immer viel zu viel geschminkt ist. Die sieht immer richtig müde noch aus. Sie sollte sich weniger Farbe ins Gesicht kleistern, dann könnte sie länger schlafen und würde dann vielleicht ausgeschlafener aussehen… Ich kenne auch die Ampelschaltungen, weiß, wo ich schneller gehen muss, und wo ich langsamer gehen kann. Manchmal wie Trueman Show.

Wenn ich das Bürokomplex betrete, begrüßen mich am Empfang des Gebäudes die beiden Herren. Die sind sympathisch, klein, rund, immer am lächeln, könnten Brüder sein. Es ist schon ein vertrautes „Guten Morgen!“ geworden. Man kennt sich irgendwie, aber irgendwie auch nicht. Ich weiß gar nicht, ob sie wissen, dass ich am Handy die Musik dann kurz leiser mache, damit ich sie höre und vor allem ich mich selbst – damit ich nicht so schreie. „GUTEN MORGEN!!“, ist ja meist so, wenn man Musik hört :D

Im Aufzug wechsle ich wieder meine Schuhe, wie jeden Morgen. Wenn keiner außer mir im Aufzug ist. Oder wenn vor mir einer aussteigt. Schuhe aus, Kopfhörer ab, Handy auf leise, der Blick in den Spiegel, ob die Wimperntusche verschmiert ist (das kann ich gut: morgens verschmieren, denken ‚ach, mach ich später weg‘ und dann vergessen.) Und wenn die Aufzugtür aufgeht, ist es, als würde ich durch die Marijke Amado Kugel gehen und als jemand anders wieder rauskommen.

Am Mittwoch ging die Stempelkarte nicht sofort und ich drückte mehrmals mit dem Gedanken „schnell, bevor die Minute weiterspringt.“ Und musste grinsen. Wie egal mir bald Zeit sein wird. So unfassbar egal. Ich freue mich auf die Momente, wo wir überlegen müssen, welcher Tag gerade ist. Wo wir vergessen auf die Zeit zu schauen. Ok, außer es geht darum einen Flug zu kriegen. Zum Beispiel den ersten zur Weltreise :D

Weiter ging es zum Empfang, anmelden, wie jeden Tag. „Guten Morgen!“ – „Guten Morgen! Hälfte der Woche ist rum!“ Ich grinste. „Ja, allerdings…“ und es kribbelte wieder. So dieses ganz plötzliche Kribbeln, das in einem hochkommt, wenn man zum Beispiel fast etwas fallen gelassen hat, aber noch auffangen konnte. Diese Art von plözlichem AdrenalinSchub. Die habe ich diese Woche ganz krass. Aber: Ich war nicht mehr so nervös wie Montag. Wohl, weil ich gerafft habe, dass das jetzt echt die Woche ist. DIE Woche. Und ich bin gespannt, wie man mich Montag grüßen wird. „Hallo! SIE HABEN GEKÜNDIGT????“

Man muss dazu sagen, das ist eine Firma, in der ich in meiner Zeit noch nie erlebt habe, wie jemand gekündigt hat. Ah doch, einmal. Aber nicht mehr. Die Kollegen feiern alle ihr 25-jähriges Jubiläum da. Kündigung sind sie nicht wirklich gewohnt. Und wenn ich so drüber nachdenke, sollte ich mir ein Shirt drucken lassen für Montag. Vorne: „Ja, ich habe gekündigt und ja, wegen einer Weltreise“ und hinten dann: „Nein, wir wissen nicht wie lange, nein, wir wissen noch nicht wohin zuerst und nein, wir wissen nicht, was wir danach machen werden“. Das würde mir viel Zeit ersparen, haha! Eine Überlegung wert.

Ich arbeitete meine 8 Stunden. Wie immer. Spazierte zurück heim. Dann schnell umziehen, ins Auto und ab zum Handball Training.

„Du kündigst übermorgen, ne?“
– „Jop!“

Und dachte nur: ‚Oh Gott übermorgen. Einfach übermorgen.‘ Haben wir sonst immer in Monaten gezählt, sind es jetzt Tage. Nur noch zwei Tage. Und dann kommt der Tag, der alles ändern wird! Ich hatte noch nie so sehr das Gefühl, dass etwas so richtig sein wird, wie dieser Freitag. So unglaublich richtig!

 

Donnerstag, 06. August 2015

Die Tür fiel zu. Ich setzte meine Kopfhörer auf.

Die Sonne schien heute Morgen, ich ging dem Rheinturm entgegen, die Tüte wieder in der rechten Hand, mein Schritt war schneller als sonst. Ich war spät dran – weil ich heute Morgen einfach nur verpeilt war. Durch den Wind, die Gedanken nur bei Freitag. „Ach kacke, fönen!!“… „wo ist denn… ach, in meiner Hand… ok…“ … „Schuhe! Wo sind die Schuhe?!“ Oh man ey.

Ich habe keine Ahnung, wie das morgen aussehen soll. Solange ich nicht vergesse überhaupt zur Arbeit zur gehen, sollte alles hinhauen. :D Heute waren nochmal viele Meetings, viele Gespräche, viele Planungsgespräche und wir saßen im Team zusammen. Ich war kurz davor die Situation zu nutzen. Aber nein, ich wollte es Freitag. Hab mich gerade noch so zurückgehalten. Und zwischendurch wieder diese AdrenalinKick, wenn ich mir vorgestellt habe morgen genau auf diesem Stuhl im Büro meiner Vorgesetzten zu sitzen und die Worte ausspreche, auf die ich schon so lange gewartet hab, dass sie endlich rauskommen!

Daniel und ich waren gerade in der Stadt, ich wollte einen Schlüsselanhänger kaufen, wo eine Weltkugel dran ist. Ich wollte es ihr morgen auf den Tisch legen und gar nicht mehr viel sagen, sie wird wissen, was los ist. Ja, meinste, man findet bei DEPOT, bei Xenos, bei Karstadt, bei Kodi, im STERN Verlag oder der Mayerschen so einen stinknormalen Anhänger?! Gab’s nicht. Aber dafür hat Daniel einen kleinen Globus entdeckt. Gekauft.

Er fragte mich gerade beim Essen wie’s mir geht. Was mir durch den Kopf geht. Ich konnte es gar nicht mal in Worte fassen. Ich weiß nicht, das ist so… ich habe einfach noch nie so krass das Gefühl gehabt, dass etwas passieren wird, das…. einfach passieren muss. Als müsste einfach endlich passieren. So ein unfassbarer Drang danach. Als würden mich der Freitag und das Gespräch magnetisch anziehen. Nur blöde Beispiele grad. Egal. Ich kann es nicht beschreiben. Ich kann viel brabbeln, aber jetzt gerade frage ich mich nur noch, wie ich mich bitte schlafen legen soll.

„Zweifelst du?“ fragte Daniel mich vorhin. Die Frage war nicht mal ausgesprochen, da schüttelte ich lachend den Kopf: „OH GOTT NEIN!!!!“. Er grinste. Ich weiß gerade weder, wie das ablaufen wird morgen, wie sie reagieren werden, wie alles nach der Entscheidung sein wird, wie wir uns fühlen werden. Ich weiß es nicht. Und ich genieße es. Tabula Rasa.

Und dann werde ich heim kommen, Daniel in die Arme fallen und bestimmt nur eins denken: Endlich.

HAHA und jetzt gerade läuft bei iTunes:
Mark Forster – Au Revoir.

Morgen.
Endlich.

 

Freitag, 07. August 2015

9.00 Uhr, ich saß am Bürotisch und mein Handy blinkte auf: „Wann ist es soweit??“
„Um 10 geh ich zu ihr hin!“, schrieb ich schnell zurück. Ich konnte nichts essen, nicht trinken, den Kaffee konnte ich gerade so runterschlucken, ich war noch nie in meinem Leben so nervös vor lauter Freude. Noch nie. Ich wusste gar nicht, dass man sich so fühlen kann. Alles kribbelte, als würde komplett jeder Nanometer in mir springen und mich anfeuern. Meine Vorgesetzte stand neben meinem Tisch im Büro, sprach mit meiner Kollegin. Auf einmal sagte sie: „Ach Mist, stimmt, um 10 hab ich ja gleich dieses Meeting…“ ich blickte auf: „Was für ein Meeting?“, schoss es aus mir raus. „Ach… für das neue System, das kommt.“

Ich hörte die Info, rief sofort den Gruppenkalender auf und schaute, bis wann der Termin angesetzt ist. Bis 11.00 Uhr. ‚Nee oder. Nee oder. Noch eine weitere Stunde warten…‘. Ich schloss den Kalender und gleichzeitig meine Augen. ‚Ruhig bleiben. Warte einfach.‘

Vor mir hatte ich einen Text, über den ich nochmal lesen sollte. Es waren 10 Zeilen. Ich bin nicht mal zur zweiten gekommen. Mein Kopf sprach mit mir und sagte nur lachend: „Vergiss es. Ich lass dich jetzt an gar nix anderes mehr denken, ist dir klar, oder?“.
Ich starrte auf den Text. Ohne zu lesen.
Ich schaute in meine Tüte, in der sonst immer meine Schuhe drin sind. Heute war ein Globus drin. Die Pumps habe ich zu Hause gelassen. Ich habe Jeans angezogen und meine Chucks. Ich wollte mich wohl fühlen. Die Blicke der Kollegen sind mir nicht entgangen und es war mir so egal. Heute war mein Tag.

Der Globus war noch drin. Das Wichtigste. Nach dem Motto: „Let the Globe do the talking“.
Die Zeit verging nicht. Einfach nicht.

Um 10.00 schrieb ich Daniel: „Sie hat noch einen Termin. Kommt um 11 raus.“
Daniel: „Oh man, bei jeder Nachricht, die du schreibst, geht Adrenalin durch mich durch!“
Eine Stunde starrte ich auf 10 Zeilen, und wenn ich recht überlege, weiß ich immer noch nicht, worum es überhaupt ging.

Ich war schon in meiner anderen Welt. In meiner neuen Welt. In der Welt, in der ich gekündigt habe, mit Daniel die Welt bereise und ein neues Leben beginne. Und zwar das, was zu uns passt. Das wir uns wünschen. Von tiefstem Herzen.

11.00 Uhr. Ich schaute nochmal, ob der Globus WIKRLICH da ist. Ja, war er. Gut. Alles da. Handyakku wurde leerer. ‚Halt durch, wenn du ausgehst, dreh ich durch! Und vor allem all die, die darauf warteten, bis ich schreibe, wie es gelaufen ist!‘.

Meine Vorgesetzte kam nicht aus dem Termin. 11.10 Uhr. Immer noch nicht. 11.20 Uhr. Immer noch nicht. Mein Handy blinkte immer wieder von den Nachrichten auf. Noch 40% Akku. Bitte nicht. Meine Kollegin, die mir gegenüber sitzt, arbeitete. Ganz normal. Ohne zu wissen, dass ein Meter vor ihr sich gerade für jemanden die Welt verändert.

11.30 Uhr, ich hörte ihre Stimme.
Sie war aus dem Termin.

Ich schrieb Daniel und meiner Familie, dass es losgeht. Kurz und knapp. Sofort hingehen, nicht nachdenken, nimm die Tüte, nimm den Globus, geh rein, keine Sekunde weiter warten, geh. Entschlossen stand ich auf, nahm die Tüte und merkte, wie meine Kollegin sich kurz erschrak von dem plötzlichen Tritt. Geh einfach.

„Haben Sie kurz zwei Minuten für mich?“, fragte ich und lehnte an der Tür. Sie schaute auf die Tüte und trank dabei ihren Tee aus. „Klar, kommen Sie rein“. Ich ging in ihr Büro, schloss die Tür. Mit zitternder Hand, und einem gigantischen Grinsen. Sie stellte ihre Tasse ab, kam langsam in meine Richtung: „Was kommt denn jetzt…?“ Ich schließe nie die Tür, wenn ich mit ihr etwas besprechen will. Nie.
Außer heute.

„Ich habe hier etwas für Sie“, sagte ich und setzte mich auf den Stuhl am kleinen Gesprächstisch in ihrem Büro. Der Stuhl, auf dem ich saß, als sie mich am ersten Arbeitstag willkommen hieß. Und dann kam der Moment, den ich mir die ganze Zeit vorgestellt habe.

Ich stellte den Globus auf den Tisch.

„Huch, ein Globus? Sie verreisen? Wohin geht’s denn?“ Sie setzte sich.

Und endlich kamen die Worte über meine Lippen, die viel zu lange warten mussten.
„Ich weiß noch nicht wohin. Aber ich weiß, dass es für eine lange Zeit sein wird…“ und so wie ich es schon vorher wusste: kamen mir die Tränen. „Ich werde die Welt bereisen…. und die Firma verlassen“ und ich lächelte, wie andere es tun, wenn sie befördert werden. Eine Träne lief mir über die Wange, die vom Grinsen fast platzte. Und ich hatte so keine Ahnung, was sie jetzt sagen wird.

„Oh man… okay… ja… puh… das freut mich für Sie… das ist… ich wusste, dass es irgendwann kommt… ich wusste es… “ Ich nickte nur mit dem Kopf und mein Lächeln war wie eingemeißelt, ich konnte nicht anders.

Sie begann nachdenklich zu werden, drehte mit einem Finger langsam den kleinen Globus. „Wenn man so etwas in sich hat, diesen Drang und diese Sehnsucht danach… dann… muss man es einfach tun.“ Es war fast schon eine filmreife Szene, wie sie die Weltkugel langsam drehte und diese Worte so nachdenklich langsam aussprach.

Plötzlich bekam sie feuchte Augen. Und erzählte von ihren Reisen, von ihren Erlebnissen, und es wurde ein zweistündiges Gespräch vollgepackt mit Fernweh, Verständnis und dem besten Austausch, wie man es sich nur in so einem Gespräch wünschen könnte. Anscheinend war noch jemand in diesem Raum mit diesem unglaublichem Fernweh und Drang nach der Welt.

Am Ende nahm sie den Globus fest in die Hand, kniff ein Auge zu und zeigte mit der Weltkugel auf mich, während sie sagte: „Ich will nicht sagen, dass ich Sie durchschaut habe – aber ich habe schon beim ersten Bewerbungsgespräch gewusst, wie Sie ticken. Und dass Sie das brauchen werden. Und dass Sie so etwas irgendwann tun werden. “ Das nennt man wohl Menschenkenntnis. „Es ist ein großer Verlust, aber es ist wichtig, dass Sie das tun. Es ist einfach richtig.“

„Ich weiß…“, konnte ich nur antworten. „Tja, jetzt liegt es an Ihnen, es noch den Kolleginnen zu sagen… Kommen Sie her, lassen Sie sich mal drücken! Ich freu mich so für Sie!“, sie stand auf und nahm mich in den Arm. Ich hab’s getan.

Dann atmete ich aus und ging zurück in mein Büro. Zu den Kolleginnen. Kaum betrat ich den Raum und zog langsam die Tür zu, sagte die eine Kollegin, während sie ihre Mail weitertippte: „Oh man, was ein langes Gespräch war das denn… haben uns schon gefragt, was ihr…“. Und als die Tür mit einem Rums ins Schloss fiel, unterbrach sie sich, blickte vom Monitor weg, sah mich an und wieder lief mir die Träne runter, während ich fast schon flüsterte: „Ich habe gerade gekündigt“. Die Augen wurden groß und bevor sie fragen konnte, warum und wieso schickte ich den Satz „Ich werde die Welt bereisen…“ noch leiser hinterher. Kurze, leise Worte, die eine Bombe platzen ließen.

Sie explodierte förmlich aus ihrem Stuhl, rannte zu mir, schmiss sich um meinen Hals und schrie nur: „WAAAAS????? NEEEEIN Du Sauuuuuuuuuuuuu!!! Oh Gott wie geeeeeiiiilllll!!! Du blöde Kuh! Das machst du genau richtig!“ und ließ mich nicht los. In dem Moment öffnete meine andere Kollegin die Tür. Die, die mir gegenüber sitzt. Sie hatte sich etwas zu essen geholt. Schaute mich an, schaute die andere an, bekam große Augen. Und ich wiederholte meine beiden Sätze.

Schock in ihren Augen. „DU MACHST…WAS??“. Verwirrung, Überraschung, Schock, alles stand ihr in den Augen geschrieben. Ich nickte nur. „Ja… ich werde die Firma verlassen… für eine Weltreise“ Ohne etwas zu sagen umarmte auch sie mich und sagte dann nur: „Mein Gott – wie geil…!“

In dem Moment war ich erleichtert. Dieser Zuspruch, dieses Verständnis, diese Freude, die mit einem geteilt wird… hatte ich noch Sorge, dass sie enttäuscht sein werden, standen sie vor mir und hatten zusammen mit mir feuchte Augen, während sie nur sagten, wie sie sich für mich freuen. Sie wollten alles wissen, seit wann, wir es schon wissen, wohin es als erstes gehen soll, wie lang, wie wir es planen, und und und. „Ania, ich hab Gänsehaut, wenn du davon erzählst. Du siehst gerade so glücklich aus…“ Ich grinste nur, nickte heftig und presste meine Lippen aufeinander, um noch mehr Tränen zu unterdrücken.

Endlich ist es ausgesprochen. Und noch ein Stück realer geworden. Endlich habe ich gekündigt. Hatte man vorher immer nur Artikel von anderen gelesen, die ihren Job für’s Reisen aufgaben – zähle ich mich ab heute dazu.

Als ich Feierabend machte und mich bei der Empfangsdame verabschiedete, sagte sie: „Sie haben bestimmt einen Urlaubsantrag genehmigt bekommen! Sie strahlen so!“ Und ich strahlte noch mehr. Meine Antwort: „…fffffast!“, und mit den Worten ging ich zum Aufzug. „Keine Urlaubsanträge mehr. Kein Hoffen, dass man 3 Wochen am Stück reisen darf. Und auf Genehmigung warten vom Chef, dass ich aus dem Büro darf. Kein Einverständnis, das ich 3 Wochen lang meinen Traum und meine Leidenschaft leben darf. Niemand muss mehr zustimmen.“ Ich stand im Aufzug und zückte sofort das Handy. Daniel anrufen. Familie anrufen.

15 Minuten später öffnete Daniel die Wohnungstür, er lächelte und zog mich sofort zu sich. Ich schaute ihn an und rief nur: „Ich habe gekündigt!!“, sprang ihm wieder um den Hals und er sagte in mein Ohr: „Endlich können wir loslegen…“ und nickte auf den Boden. Ich folgte seinem Blick und sah, was er vorbereitet hatte:

kuendigung

Ein neues Leben.
Das Richtige.
Es ist da…!

 


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56 thoughts on “Die Woche. In der ich für eine Weltreise kündige.

  • 05/08/2015 um 4:25
    Permalink

    Grandios geschrieben. Ich wünsch dir viel Spaß am Freitag! :-D
    Werde deinen Blog weiter verfolgen. Gefällt mir.

    Lg Michael

    Antworten
    • 06/08/2015 um 19:54
      Permalink

      Den Spaß werd ich haben, danke!! :D
      Und für das „Gefällt mir“ auch ein Danke ;)

      LG
      Ania

      Antworten
  • 06/08/2015 um 20:05
    Permalink

    Ja Wahnsinn! Morgen ist es soweit! Bin in Gedanken bei Dir! Und ganz neugierig 😁😁😁 viel Spaß!

    Antworten
    • 09/08/2015 um 15:20
      Permalink

      So, und nun steht auch der letzte Eintrag… es war so ein unfassbar toller Tag! Danke für’s Viel-Spaß-wünschen! Das hatte ich…! ;)

      LG
      Ania

      Antworten
  • 09/08/2015 um 20:36
    Permalink

    WOW! Ein Traum geht in Erfüllung.
    Ich kenne das nur zu gut: Bangen und hoffen, dass die 3 Wochen genehmigt werden. Aber damit ist jetzt Schluss bei dir. :)

    Ich würde auch gern mal länger unterwegs sein – kommt bestimmt auch noch. :)

    Ich wünsche euch viel Spaß – folge nun deiner Seite, dann bleib ich up to date :)

    LG Myriam

    Antworten
    • 10/08/2015 um 16:37
      Permalink

      Hey Myriam!
      Bleib bloß dran am Ball und sorg dafür, dass nicht nur bestimmt, sondern GANZ SICHER auch so kommt! :)

      Schön, dass du jetzt mit dabei bist! Und wenn du mal nicht länger als 3 Wochen unterwegs sein kannst… nehmen wir dich gedanklich mit, mit genug Fotos und bald auch Videos ;)

      Liebe Grüße!

      Antworten
  • 09/08/2015 um 21:24
    Permalink

    Oh man. Am Montag habe ich noch euren Newsletter gelesen und nun ist die Woche ja schon um. Habe mir gerade die restlichen 4 Tage durchgelesen und wurde immer nervöser. Als du dann von der Resonanz deiner Vorgesetzen und Kollegen geschrieben hast kam mir echt ein Tränchen. Es ist sooo schön, das Menschen einander auch Gönnen können!

    Ich kann mir gut vorstellen, wie oft es beinahe aus dir rausgeplatzt wäre. Wenn man so viel Glück in sich fühlt und es irgendwie loswerden muss.

    Schön, dass alles so gut lief! Jetzt bin ich echt mal gespannt wohin eure Wege führen.

    LG Janine!!!!!

    Antworten
    • 10/08/2015 um 16:35
      Permalink

      Hey Janine!
      Das ist passend gesagt: Dass es schön ist zu merken, wie man einander gönnt. Das hat richtig gut getan und ich war so unfassbar erleichtert!

      Und wohin unsere Wege führen, da sind wir auch immer noch gespannt: Da hatten wir zuerst zwei Ziele ausgeguckt und uns wohl frisch gestern für ein GANZ anderes entschieden! Halten auf dem Laufenden ;)

      Liebe Grüße!

      Antworten
  • 10/08/2015 um 14:58
    Permalink

    Oh Mann, wow! Mir kamen jetzt auch fast die Tränen beim Lesen. Ich kann mich so gut in dich hineinversetzen. Ich habe meinen Job erst vor 3 Wochen gekündigt um einen neuen Job auf einem Kreuzfahrtschiff zu beginnen! Ich musste einfach raus, so wie du. Der Artikel ist echt emotional und ich freue mich so sehr für dich! Haltet uns auf dem Laufenden und habt ganz viel Spaß auf eurer Weltreise!!!!

    Antworten
    • 10/08/2015 um 16:33
      Permalink

      Hi Sarah!
      Schön, von euch zu hören!! :)

      Und erst recht, dass du auch das getan hast, wonach du dich fühlst – das tut immer gut von Gleichgesinnten zu lesen… werden definitiv nicht aufhören zu schreiben und erst recht nicht, wenn es endlich losgeht!!

      Ich hoffe, in deinem neuen Job findest du dich wieder und siehst viiiiel von der Welt! :)

      Antworten
  • 10/08/2015 um 19:38
    Permalink

    Wahnsinn, Glückwunsch!

    Beim Lesen habe ich gerade Gänsehaut bekommen und musste an meine Kündigung zurückdenken. Dieses Gefühl ist so unbeschreiblich. Ich freue mich schon auf eure Reisen und Geschichten. Bin gespannt, wo ihr als erstes landet.

    Lieben Gruß

    Antworten
    • 11/08/2015 um 20:32
      Permalink

      Hi Elisa!
      Danke für deinen Kommentar und vor allem schön zu lesen, wie andere es voll und ganz mit nachvollziehen können – das tut… irgendwie richtig gut :)
      Ha, frag uns mal: Auf die Geschichten sind wir selbst so unfassbar gespannt!!

      Liebe Grüße!
      Und: To the east… to the east… the road beneath my feet… ; )

      Antworten
  • 11/08/2015 um 8:42
    Permalink

    Liebe Ania,

    gerade im Moment sitze ich in Indien. In Agra in einem Hotel in der Lobby und warte auf meinen Nachtzug nach Varanasi. Heute morgen habe ich den Taj Mahal besucht… Und jetzt sitze ich hier und heule weil ich dein Tagebuch so mega schön finde. Die Männer an der Rezeption schauen schon ganz irritiert… ;) Mir ging es ja noch vor ein paar Monaten ganz genauso wie dir. In vielen Sätzen von dir hab ich mich genau wiedergefunden und grad irgendwie auch selbst alles nochmal erlebt! :) Du hast das ganz wunderbar geschrieben und ich wünsche dir alles erdenklich gute für eure gemeinsame Zukunft in der Welt. Du hast alles richtig gemacht, genauso wie ich auch alles richtig gemacht habe. Manche Menschen sind einfach nicht für Karriere und den ganzen Kram gemacht, wir müssen raus! Und ich kann dir jetzt schon versprechen, dass es sich super toll anfühlt!!! <3

    Alles liebe,
    Melanie

    Antworten
    • 11/08/2015 um 20:36
      Permalink

      Wow.
      Melanie, was ein schöner Kommentar.
      Habe ihn mehrmals gelesen. Auf der Arbeit. Danach. Zu Hause. Gerade.

      Danke für das Kompliment, deine Wünsche und vor allem das Versprechen, das Gleichgesinnte sich untereinander wohl ohne zu Bedenken geben können: dass es sich super toll anfühlen wird :) Man liest dir deine Zufriedenheit förmlich an! Und es tut so gut! Danke… auch dafür :)

      Alles Liebe aus Düsseldorf nach Indien!
      Ania :)

      Antworten
  • 17/08/2015 um 15:05
    Permalink

    Herzlichen Glückwunsch! :)
    Was für ein toller, bewegender Bericht, da bleibt einem beim Lesen ja das Herz stehen!

    Antworten
    • 17/08/2015 um 20:54
      Permalink

      Hi Ariane!
      Danke, das ist schön zu lesen! Dass man ein wenig mitfühlen konnte… :- )))

      Und just heute habe ich die Bestätigung der Kündigung im Fach auf der Arbeit liegen gehabt! Hach, toll toll toll toll! :D

      Liebe Grüße!

      Antworten
  • 19/08/2015 um 16:55
    Permalink

    Wow, wie toll. Und was für ein ergreifender Bericht. :)
    Man kann sich sehr gut in dich hinein versetzen.
    Ich würde mich freuen, wenn du mal auf meinem neuen Reiseblog vorbeischaust.

    Gruß,
    Bearnerdette
    Bearnerdette auf Reisen

    Antworten
    • 25/08/2015 um 13:36
      Permalink

      Danke für deinen Kommentar!
      Und auch für den Link, werden mal reinschauen ;)

      Liebe Grüße!

      Antworten
  • 24/08/2015 um 12:47
    Permalink

    Wirklich ein toller Artikel. Wie lange vorher hast Du Deine Kündigung geplant? Mal sehen ob mein innerer Reiseteufel mich auch überzeugen wird.. :-)
    Ich wünsche Euch eine wundervolle Zeit beim Bereisen der Welt! Freue mich auf weitere Berichte von Euch!

    Herzlichst,
    Laura

    Antworten
    • 25/08/2015 um 13:35
      Permalink

      Hi Laura!
      Ich habe ca. 1 Jahr vorher definitiv beschlossen, dass ich kündigen möchte… also quasi für mich. So eine Entscheidung trifft man schließlich nicht einfach so… im Grunde wusste ich, dass ich es so will, man muss sich nur selbst die Zeit geben, bis man sagen kann: „Alles klar, ich mach’s!“ und es realisieren…

      Vielleicht hilft dir ja dieser Beitrag auch ein wenig auf die Sprünge? :)
      https://blog.geh-mal-reisen.de/weltreise-entscheidung/

      Ganz ehrlich? Tu es.
      Frag dich einfach, ob du es im Alter bereuen würdest, es nie getan und gewagt zu haben.

      Wenn deine Antwort sein wird: „Jop, definitiv!“, dann… hast du deine Antwort :)

      Viel Erfolg und liebe Grüße!

      Ania

      Antworten
    • 25/08/2015 um 20:36
      Permalink

      Lieber ulmi (natürlich kleingeschrieben),

      Danke für deinen Kommentar!
      Liebe Grüßle zurück und es freut mich, dass auch Gleichgesinnte hier mitlesen und es vor allem mitfühlen können! :)

      Antworten
  • 26/08/2015 um 9:10
    Permalink

    Respaket für diese Entscheidung und den Mut! Aber ich denke so eine Weltreise gibt einen so viel mehr – in allen Richtungen! Viel Spass, tolle neue Erfahrungen und schöne Abenteuer auf der Weltreise!

    Antworten
    • 26/08/2015 um 10:08
      Permalink

      Allerdings, davon sind wir überzeugt!!
      Lieben Dank für deine Grüße und Wünsche :)

      Antworten
  • 20/09/2015 um 19:34
    Permalink

    Super packend geschrieben, hab direkt mit gefiebert!! 😊 … Der Tag an dem die großen lebensverändernden Entscheidungen in die Tat umgesetzt werden, ist einfach nur großartig! … Ich fühl mich seither viel näher an mir selbst und steh auch erst am Beginn meiner Reise! 😊
    Kann das gut nachvollziehen wie es dir geht und wünsch dir alles Gute auf deiner Weltreise!

    Hugs,
    Nela

    Antworten
    • 21/09/2015 um 12:46
      Permalink

      Hi Nela!
      Danke für deinen Kommentar! Und man merkt immer wieder, wie gut es tut zusprechende Kommentare zu lesen von Gleichgesinnten :)

      Von wo auch immer du den Kommentar geschrieben hast:
      Viele viele Grüße dorthin und vor allem noch viel Genuss und Erfahrungen für deine weitere Reise!

      LG
      Ania

      Antworten
  • Pingback:Ich will.. Wie ich rausfand was ich wirklich will. Du kannst es auch!

  • 03/12/2015 um 13:12
    Permalink

    Liebe Ania,

    ich wollte Dir auf diesem Wege auch noch einmal alles Liebe und Gute wünschen. Ich konnte ja leider nun bei der Verabschiedung nicht dabei sein. Ich finde das so klasse, dass Du den Schritt gewagt hast. Habt ganz viel Spaß, lernt neue Länder, neue Kulturen, neue Leute kennen – ich bin ein bißchen neidisch. Ich bleibe auf dem Laufenden, wie es Euch beiden so ergeht in der großen, weiten Welt, dank der super Idee mit dem Newsletter. Nochmals alles alles Gute..:)

    VLG Birgitt (die, die auch nicht gerne Pumps anzieht und es meist zu vermeiden weiß) :)

    Antworten
    • 03/12/2015 um 23:28
      Permalink

      Hey Birgit!
      Danke danke für deine Nachricht! Musste ich ja direkt lächeln, als ich schon den Namen gelesen habe!
      Und erst recht bei dem Satz mit den Pumps :D Aber ich find, ich hab mich gut geschlagen mit den Dingern! :D

      Danke auch für deine Wünsche – wir werden alles dafür tun, uns sie selbst zu erfüllen!
      Ob’s klappt, gibt’s dann im Newsletter! ;)

      Liebe Grüße!

      Antworten
  • 05/08/2016 um 21:03
    Permalink

    Super geil.
    Hab gerade einen Artikel gebannt gelesen.. super cool deine Geshichte.
    Das steht mir auch bald bevor. :)
    Freu mich, dass es bei dir so wahnsinnig gut geklappt hat!

    Antworten
    • 06/08/2016 um 6:10
      Permalink

      Hey Lisa!
      Ja, das hatte mich selbst gefreut, dass es so gut geklappt hatte :D
      Und aus Thailand drücke ich dir alle Daumen, dass es auch bei dir ein grandios einmalig schöner Tag wird! Lass mal von dir hören dann! :)

      Ania

      Antworten
  • 02/09/2016 um 14:26
    Permalink

    Ah, wie geil ist das denn bitte geschrieben?! Kann mich soo reinfühlen! So geht es mir hoffentlich in etwa mehr als über einem Jahr auch! Ich bekomm schon jetzt manchmal dieses Kribbeln, wenn ich dran denke. ;) <3

    Antworten
    • 02/09/2016 um 17:42
      Permalink

      Hey Alexandra!

      Das Jahr wird verfliegen bis dahin und dann bin ich gespannt, wie du dich fühlen wirst!
      Kannst dich ja in einem Jahr nochmal melden, wies gelaufen ist, direkt unter deinem Kommentar von heute! :D
      Genieß die Vorfreude bis dahin! ;)

      LG
      Ania

      Antworten
      • 22/02/2017 um 21:54
        Permalink

        Wie witzig, ist zwar kein Jahr vergangen, aber ich hatte hier im September kommentiert und euch dann wieder über den Hello World Kongress gefunden und damit auch zufällig wieder meinen Kommentar hier. Und die Zeit verfliegt echt.. noch 4 Monate bis zur Kündigung. :’D Wenn auch nicht für eine ganz klassische Weltreise, so doch für 1-2 Jahre. :)

        Antworten
        • 23/02/2017 um 12:51
          Permalink

          Haha wie cool! So „trifft“ man sich virtuell wieder :D
          4 Monate noch… genieß die Vorfreude darauf und auf die Zeit, die dann folgen wird! Hach, das ist immer so spannend auch bei anderen mitzulesen, wenn sie so etwas schreiben! :)

          Liebe Grüße!
          Ania

          Antworten
  • 24/09/2016 um 19:53
    Permalink

    Du hast echt wahnsinniges Talent zum schreiben! Lese gerade chronoligisch euren Blog durch :) Wurde bei diesem Blogpost sogar auch richtig nervös als du davon schriebst :D Bin gespannt wie es weiter geht!

    Antworten
    • 25/09/2016 um 1:31
      Permalink

      Wow, vielen lieben Dank, Annika! Das ist mal ein Kompliment!!
      Dann schon mal viel Spaß beim Weiterstöbern!

      Liebe Grüße aus Peru!
      Ania :)

      Antworten
  • 23/01/2017 um 14:56
    Permalink

    Liebe Ania,

    hast du an dem Tag tatsächlich auch schon das Kündigungsschreiben eingereicht? Ich frage, weil man ja ab dem Zeitraum wo man gekündigt hat, nur 3 Tage Zeit hat dies dem Arbeitsamt zu melden.
    Ich möchte meinem Arbeitgeber noch in diesem Monat mitteilen, dass ich kündigen werde, als Datum möchte ich auf dem Schreiben aber dann erst 1 Monat vorher (4 Wochen Kündigungsfrist) drauf stehen haben. Nicht das das Amt doch noch auf die Idee kommt, mir Vermittlungsvorschläge zu schicken.
    Länger warten um mit der Sprache rauszurücken möchte ich aber auch nicht mehr :-P

    Antworten
    • 29/01/2017 um 18:46
      Permalink

      Hey Janine!
      Ich hatte das Schreiben nur ein paar Tage später eingereicht – muss aber dazu sagen, dass ich mich nicht an die 3 Tage gehalten hatte und dadurch auch noch mehr Sperrzeit erhalten hatte… -.-
      Also, mir das nicht nachmachen :D

      Antworten
      • 29/01/2017 um 21:48
        Permalink

        Hihi. Ok. :-)

        Bei mir ist es morgen soweit. Wooohhooo. Ich freue mich jetzt schon auf die verdaddelten Gesichter von einigen. Und endlich kann ich auch mit denen drüber sprechen die ich gern hab auf Arbeit. :-)

        Ob ich heute überhaupt einschlafen kann?

        Schon verrückt, dass man sich selbst feiert, weil man kündigt. Großartig. Absolut großartig dieses Gefühl. :-D

        Antworten
  • 26/01/2017 um 17:29
    Permalink

    Liebe Ania, habe gerade deinen Blog gelesen und muss sagen mir kamen dabei die Tränen. Man konnte so wunderbar mitfühlen. Habe auch heute meine Kündigung abgegeben, denn für uns geht es Mitte März los Richtung Indien!
    Liebste Grüße und bitte hör nicht auf zu bloggen :)
    Lisa von zweidiereisen

    Antworten
    • 29/01/2017 um 18:41
      Permalink

      Lisa, ein Danke und ein Glückwunsch an dieser Stelle!
      Danke, dass du dir die Zeit für’s Lesen genommen hast und Glückwunsch, dass du es selbst gewagt hast!
      Ein wundervolles Gefühl, auch wenn irgendwo so neu und ungewiss… ihr werdet das rocken!
      Viele liebe Grüße an die zweidiereisen ;)
      Ania

      Antworten
  • 08/02/2017 um 16:39
    Permalink

    Wow, puh. Tränen sind weggewischt, jetzt kann ich kommentieren. :D
    Ania, du hast den Beitrag ganz ganz ganz ganz wundervoll geschrieben! Man konnte die Aufregung förmlich durch die Buchstaben hindurch spüren! Ich freu mich so sehr für dich und euch! :)
    Ich hab euch letztens auf Youtube entdeckt und arbeite mich gerade durch alle Videos und Blogbeiträge ;) Ihr beiden seid SO inspirierend und lebt gerade den Traum, den mein Freund und ich auch träumen (aber leider noch nicht umsetzen können). Macht weiter so!! :)

    Antworten
    • 09/02/2017 um 10:57
      Permalink

      Danke, Andrea, für diesen wunderschönen Kommentar!
      Auch wenn du schreibst, dass ihr den Traum noch nicht umsetzen könnt… mir gefällt, das kleine Wörtchen „noch“ daran ;)

      Haltet daran fest und hört nie auf und nennt es nicht Traum. Sondern Plan. ;)

      Wir drücken euch Daumen!
      Schön, dass ihr zu uns gefunden habt!

      Liebe Grüße,
      Ania

      Antworten
  • 20/02/2017 um 22:17
    Permalink

    Wow, toll geschrieben. Ich hab letzte Woche auch eine 1-jährige Auszeit bei meinem Arbeitgeber beantragt und mir ging das genauso. Ich hätte auch am Liebsten zu jeder Sekunde schon vorher meinen Kollegen Bescheid gegeben und habe mich gefühlt wie ein Doppelagent…komisches Gefühl. Aber jetzt ist es umso schöner :) Wir starten auch Ende Juni unsere Weltreise.

    Liebe Grüße Franzi

    Antworten
    • 23/02/2017 um 13:10
      Permalink

      Haha, dann weißt du ganz genau, wie ich mich gefühlt habe :D
      DoppelAgent-Feeling hoch tausend…

      Dann genießt eure Planung, Vorfreude und vor allem, dass ihr die Entscheidung getroffen habt!! Wo startet ihr denn, wisst ihr es schon? :)

      Ania :)

      Antworten
  • 24/05/2017 um 14:49
    Permalink

    Immer wieder lese ich mir diesen Artikel bei euch durch. Wohl wissend, dass es nur noch 267 Tage sind, bis ich mich selber in der gleichen Situation befinde. Ich hoffe das Gespräch wird auch gleichermaßen positiv sein:-)

    Vielen Dank für den tollen Blog. Es ist sehr hilfreich, wenn man ein auf einen soliden Wissensfundus zurückgreifen kann.

    Grüße

    Nils

    Antworten
    • 26/05/2017 um 9:16
      Permalink

      Nils, danke für diesen schönen Kommentar!
      Wünsche dir viel Vorfreude, Nervosität und das Wissen, dass egal, wie das Gespräch verlaufen wird, Du am nächsten Tag das Leben anders sehen wirst, wissend, dass es bald losgeht! :)

      Ganz liebe Grüße!
      Ania :)

      Antworten
  • 14/06/2017 um 15:40
    Permalink

    Wenn du als Mann beim Lesen Pipi in den Augen bekommst, muss ein Text gut geschrieben sein. :D
    Ich wünsche euch für eure Zukunft alles Gute. Macht so weiter, ihr seid spitze.

    Schöne Grüß
    Alex

    Antworten
    • 18/06/2017 um 13:36
      Permalink

      Grandios!! :D
      Dann danken wir an dieser Stelle für die Ehrlichkeit und natürlich für die lieben Worte! :)

      Ganz viele Grüße!
      Ania :)

      Antworten
  • 24/07/2017 um 21:09
    Permalink

    Hallo liebe Ania,
    ein wirklich super Blog und auch dieser Artikel macht so spaß zu lesen. Mir geht es gerade wie dir vor 2 Jahren. Ich habe letzte Woche gekündigt und werde in 2 Monaten auch ins Ausland gehen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich gefühlt hast.
    Es ist so aufregend, man kann es kaum beschreiben. Endlich frei zu sein.

    Euch noch alles gut und
    viele liebe Grüße

    Bianca :)

    Antworten
    • 28/07/2017 um 18:12
      Permalink

      Poah, Bianca, wenn ich deinen Kommentar gerade lese, bekomme ich wieder Gänsehaut, wenn ich das Gefühl denke. Auch an das Gefühl, wie es war, diesen Beitrag hier zu schreiben… es ist einfach unbeschreiblich und mir ging es vor allem so, dass ich mich wunderbar lebendig gefühlt habe, weil mit einem Schlag plötzlich alles möglich war und all das näher rückte…

      Ich wünsche dir auf deiner Reise wundervolle Erlebnisse, genauso mal nicht so tolle Tage, weil die einfach dazugehören und man letztlich daran genauso wächst, wie an den schönen Abenteuern! :)

      Liebe Grüße an dich und danke für deinen Kommentar! :)
      Ania

      Antworten
  • 31/01/2018 um 18:56
    Permalink

    OOOOH MEIN GOTT!!
    Während ich das hie gelesen habe, hat es in mir nur so geprodelt. Vor Freude und Aufregung.. ich hab mich gefühlt, als wäre ich selber diejenige, die kündigt.
    Ich hab mir schon viel auf eurem Blog angeschaut und lese jeden Tag ein bisschen mehr über eure Erfahrungen und Erlebnisse. Und ich muss sagen: ich finde mich in so vielen Dingen wieder, über die ihr hier so schreibt. Die ersten Überlegungen und der Gedanke es wirklich zu tun. Einfach den Job und den Alltag hinter sich lassen und das tun, wonach man sich sehnt.
    Genau da stehe ich nämlich gerade: soll ich’s wirklich machen? Wo will ich überall hin? Hab ich überhaupt genügend Geld auf der Kante? Und und und…
    aber wenn ich das hier so lese wird mir klar, dass ich genau DAS will!
    Vielen Dank für eure tollen Inspirationen und die Motivation seinen Traum zu verfolgen.
    Eure ausführlichen Berichte über Reiseplanung, Vorbereitung usw. sind wahnsinnig hilfreich und dazu noch ermutigend.
    Ich geh dann jetzt mal Pläne machen, wo ich als erstes starten will… 🤩🤩🤩
    Viele Grüße aus Frankfurt

    Antworten
    • 06/02/2018 um 11:58
      Permalink

      Liebe Caro,

      danke für diesen wunderschönen Kommentar!
      Denn in genau deinen Gedanken können wir uns wiederum wiederfinden, auch wenn wir sie bereits hinter uns haben – aber ich glaube das Gefühl der Fragen an einen selbst wird man nie vergessen… und die Aufregung, das Brodeln, die Vorfreude und die kleinen Ängste, die zwischendurch pieken.

      Daher umsö schöner, wenn unsere Beiträge hier ein wenig dabei helfen können das Ganz etwas zu pushen ;)

      Antworten
  • 28/02/2018 um 11:31
    Permalink

    Ich feiere deinen Beitrag gerade total weil heute „mein Freitag“ ist.
    Bei mir stand bis heute noch im Raum ob mir meine Firma eine unbezahlte Freistellung genehmigt oder ob ich kündigen muss/darf/kann/soll. Eine absolute Zitterpartie. Die direkte Vorgesetzte hat Nein gesagt und es war mir völlig egal, dann kündige ich eben aber dann hat 3 Wochen später die Personalabteilung gesagt, dass sie meinen Antrag befürworten würden aber jetzt noch die Chefin der Personalstelle entscheiden muss. Das hat mir dann natürlich wieder Hoffnungen gemacht. Vor 2 h kam dann die endgültige Ablehnung meines Antrags und ich war erst sehr niedergeschmettert weil eine unbezahlte Freistellung einige positive (vor allem finanzielle) Aspekte gehabt hätte.
    Aber jetzt wo ich deinen Artikel gelesen habe, weiß ich wieder worum es wirklich geht und das ich das unbedingt will und sowieso lieber kündigen wollte um hier niemandem mehr den A**** küssen zu müssen (bei mir ist alles nicht so harmonisch wie es in deiner Firma war). Das einzige was mir noch bevorsteht ist, es meinen 3 Lieblingskolleginnen mitteilen zu müssen. Und ich fürchte, dass die nicht so positiv reagieren werden wie deine. Aber dein Artikel hat mich wieder auf Spur gebracht und „may the bridges i burn, light my way“…
    Euer Blog hilft mir im übrigen gerade sehr bei der Weltreiseplanung. Toll, wie sich das alles bei euch so gefügt hat. Und geiles neues Reiseziel. Ich wünsche euch alles Gute!

    Antworten
    • 02/03/2018 um 10:52
      Permalink

      Hey Jule!

      Poah, ich habe gerade richtig Gänsehaut bekommen bei dem Kommentar, ernsthaft… dass ein Beitrag wie dieser andere ermutigen kann und entschlossener als vorher machen kann, das freut mich gerade so sehr, das glaubst du gar nicht!

      Und ganz ehrlich: Wenn die Entscheidung so gefallen ist, dann sollte es so sein. Das Schicksal macht nichts ohne Grund. Dann sollte es genauso kommen und ich wette, auf Reisen wirst du noch denken: „Gott sei Dank haben sie es nicht genehmigt…“ Es ist ein KOMPLETT anderes Gefühl ungebunden loszureisen, als im Hinterkopf zu haben, dass man an Datum X wieder zurück muss. Du wirst sehen: So frei hast du dich noch nie gefühlt.

      Also: Danke, Antrags-Ablehner ;)

      GENIEß ES!

      Antworten

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