Von New York ging es nach Miami. Dort haben wir dann eine Nacht verbracht (also am Flughafen natürlich), und stiegen in den Flieger, der uns über den großen Teich brachte.

Gerade sitzen wir also in Manchester.
Woran wir merken, dass wir in Europa sind?
Dass wir eine Stunde brauchten, um Internet zu finden und am Ende 9 Pfund gezahlt haben, um online sein zu können. Zum Beispiel. (Internet ist trotzdem alle 10 Minuten weg. Einfach weg.)
Oh, oder dass man überall auf der Welt im Flieger in unsere Kamera gelächelt hat, während die Stewardess bei Condor uns bat die Aufnahmen im Flieger zu löschen. „Sonst muss ich den Captain rufen!“, sagte sie noch, während sie sich das Handy einer älteren Dame schnappte und die Fotos dort gleich persönlich löschte.

 

8 Stunden Flug starteten.

Schlafen, aus dem Fenster schauen, schlafen, auf den Monitor schauen. Aus dem Fenster schauen… wieder auf den Monitor. Die Flugstrecke war auf der Weltkarte eingezeichnet. Miami links. Manchester rechts. Start, Ziel.

Unten war Santiago de Chile eingezeichnet. Rechts Singapur. Taiwan. Der Blick ging rüber zu Peru. Wieder zu Malaysia. Ich stupste Daniel an und zeigte auf die Karte. Er grinste. „Krass, das gerade nochmal so zu sehen…“

Als wir mit Emirates nach Malaysia gestartet sind, gab es auch die Karte auf dem Monitor. Auch wenn ein schönerer Monitor. Und eine nettere Stewardess. :D
Nur haben wir mit den Namen auf der Karte nichts verbunden außer… Namen eben. Und jetzt verbinden wir ganze Geschichten damit. Geschichten, die viel mit uns gemacht haben.

 

Was uns dabei durch den Kopf ging?

Vorhin haben wir uns wir uns gefragt, ob wir uns verändert haben.
Sagt man ja immer so…. so eine Reise verändert.
Haben wir uns verändert?
Wird unsere Familie das sagen? Unsere Freunde?
Werden wir es selbst merken, wenn wir zurück sind?
Wenn wir im Damals-Heute-Vergleich zu Hause sind?
An sich würde uns nichts einfallen.

 

Nur eins.

Unser Denken. Das hat sich verändert. In vielerlei Hinsicht.
Zu bestimmten Produkten, die wir sonst immer konsumiert haben.
Zu Umweltthemen, bei denen wir vorher oft die Augen verdreht haben.
Sogar zum Thema Fleischkonsum. Eine harte Einsicht besonders für mich, als Fleischliebhaberin. Wirklich. Als absolute Fleischliebhaberin. Und dann zu lernen, dass dies (besonders Rindfleisch) der größte und schlimmste Faktor unseres Klimawandels der heutigen Zeit ist… das bringt dich nun mal zum Nachdenken.

Wir kommen nicht als Vegetarier zurück, nicht als die absoluten Öko-Menschen – aber als Menschen, die das Gefühl haben, die Zusammenhänge besser zu verstehen und bei denen gerade viel im Kopf rattert.

 

Wir fragen uns gerade, was wir im Alltag wohl ändern werden.

Es bewegt sich viel in uns und wir sind auf eine bestimmte Art und Weise gespannt darauf, was sich bei uns ändern wird.

In genau dem Alltag, in dem wir so Vieles vorher nicht wussten. Nutella-Gläser werden wir auf unserer Einkaufsliste so schnell nicht mehr sehen, den größten Beef-Burger nicht mehr so feiern, Plastik-Verpackungen verfluchen und bei Kosmetik-Produkten vielleicht zwei Mal überlegen, ob es vielleicht nicht eine Alternative ohne Palmöl gibt.

Ganz ehrlich?
Hätte uns das einer vor zwei Jahren erzählt, hätten wir wohl gesagt: „Ja jetzt übertreib mal nicht. Eine Reise ändert vielleicht was, aber ganz sicher nicht SO sehr!“ Vielleicht ja doch.

Noch wissen wir es nicht wirklich. Es sind Gedanken, die wir gerade hier haben.
Wir sprechen viel darüber und merken, dass es sich gut anfühlt allein zu verstehen, was in unserer Welt passiert wegen so vieler Dinge, über die wir nie wirklich nachgedacht haben. Manchmal haben wir uns dabei erwischt, wie wir uns geschämt haben, während wir etwas erklärt bekommen haben, vor einem Orang Utan standen, vor einem Tauchlehrer standen oder Dokus im Nachhinein noch einmal zu einem bestimmten Thema gesucht haben.

Da wollen wir die Weltreise und die wunderbare Welt sehen, wie schön sie doch ist und sie genießen und dann machen wir sie kaputt, ohne es zu merken. Wow. Nicht schlecht.

Was das angeht also, hat sich innerlich viel in uns verändert. Und darauf kommen wir gerade selbst erst mal klar, merken wir. Zu merken, dass etwas anders mit uns sein wird, wenn wir landen, als zu der Zeit, als wir starteten.

 

Jetzt ist es 16.25 Uhr.

Wir sind hier im Flughafen und neben dem Café hier, in dem wir gerade in unseren Klamotten sitzen, die wir seit einer Woche anhaben, stehen Menschen mit Weihnachtsplakaten und Weihnachtsmützen… wartend darauf, ihre Liebsten abzuholen. Wir schauen die ganze Zeit rüber und lächeln… nicht mehr lang, und wir können unsere Liebsten nach einem Jahr auch endlich wieder in die Arme schließen…

Zwischendurch kribbelt’s richtig vor Vorfreude und Nervosität… in New York konnten wir noch gar nicht richtig verstehen, dass wir bald in Deutschland landen. So langsam aber wird’s real… spätestens wohl, wenn wir gleich im Flieger sitzen, die Weltkarte wieder eingeblendet wird und wir sehen Start: Manchester. Ziel: Düsseldorf.

So sehr wir das Reisen jetzt schon wieder vermissen…
Und so sehr wir die nächsten Länder auf der Karte ansehen und uns fragen werden, ob wir nächstes Jahr wohl dort landen…
Und so sehr wir auch die Kälte gerade verfluchen…

… gerade wird das Herz wird richtig schön kuschelig warm bei dem Gedanken ans Nachhausekommen.

 

(Hier geht’s zum ersten Beitrag unserer Heimreise: Auf dem Weg Richtung Heimat • Wie fühlt es sich an?“


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6 thoughts on “Auf dem Weg Richtung Heimat • Hat die Weltreise uns verändert?

  • 19/12/2016 um 19:52
    Permalink

    Hallo,
    ich wollte euch beiden einfach nur mal mitteilen wie sehr mir eure Vlogs gefallen. Ihr inspiriert mich so unglaublich und weckt das Fernweh in einem. Ich möchte euch in eurer Arbeit bestärken und freue mich auf viele neue Vlogs und Inspirationen. Ihr seid 2 super sympathische und lustige Menschen und ich habe sehr viel Spaß beim zusehen. Bleibt wie ihr seid und entdeckt die Welt.

    Ganz liebe Grüße wünscht Janine

    Antworten
    • 23/12/2016 um 11:16
      Permalink

      Hey Janine!
      Vielen lieben Dank für diesen lieben Kommentar!
      Ich habe ihn gelesen, kurz nachdem wir gelandet sind und einfach nur gelächelt… irgendwie kam er im richtigen Moment.
      Gerade, wo wir angekommen sind und so eine Motivation nochmal mehr als gut tut!
      Danke dafür! :)
      Ania

      Antworten
  • 22/12/2016 um 10:07
    Permalink

    Hallo Ania&Daniel,
    ich hab euer Blog/Vlog vor kurzen entdeckt und kann nur eins sagen:
    Es ist Top :)
    Der beste Blog, den ich bis jetzt gelesen habe.
    Ihr seid so authentisch und inspirierend, bitte,
    macht es weiter so :)

    Btw. am Rheinufer habt ihr nichts verpasst ;)

    Viele liebe Grüße und…
    vielleicht treffen wir uns zufällig in Düsseldorf :)

    ross

    Antworten
    • 23/12/2016 um 11:14
      Permalink

      Hey Ross!
      Wow, vielen lieben Dank für diesen Kommentar!! Wenn das mal nicht Motivationspush ist für nächstes Jahr :- ))
      Danke!

      Und am Rheinufer werden wir und die nächsten Tag auch mal umsehen – mal checken, ob dir die Rheinturm-Uhr noch lesen können. :D

      Liebe Grüße!
      Ania :)

      Antworten
  • 25/12/2016 um 13:16
    Permalink

    Liebe Ania, lieber Daniel,

    ich verfolge seit langem euren Blog und wollte Euch für den wirklich tollen Stil und die Übersichten danken. Sie haben uns bei unser eigenen Weltreise dieses Jahr sehr viel Arbeit abgenommen. Ich hoffe ihr habt auch den einen oder anderen Taler mit der Seite verdienen können, gönnen würde ich es euch vom ganzen Herzen.

    Zu eurer Rückreise und den dabei auftretetenden Gedanken sind mir sehr viele Gedanken durch den Kopf geschossen, positive wie negative, in jedem Fall sehr tiefe. Um es kurz zu halten, eure Beobachtungen, Empfindungen und Sensibilitäten für die Welt decken sich mit unseren sehr. Das Schwierige ist immer der Balanceakt zwischen Sensibilität für eine Sache und die Gefahr daran zu verbittern, denn wir müssen uns nichts vormachen – die Meisten interessiert der Preis eines Produktes und nicht dessen Herkunft. Das Treffen auf deutschsprachiges Servicepersonal hat auch uns gleich wieder gezeigt, wo wir auf der Weltkugel sind.

    Für uns war die Reise die schönste Entdeckung unser eigenen Empfindungen und Leidenschaften. Jeder Tag war gefüllt und damit erfüllt, etwas was uns im täglichen Arbeitsleben abhandenkommt. Wie wir, könnt ihr sicherlich auch jeden Tag, jede Minute im Gedanken nachspielen. Einer fängt die Beschreibung des Ortes an, der andere weiß beim zweiten Satz genau, was ihr dort erlebt habt und wie man sich dabei gefühlt hat. Etwas, was euch nie jemand nehmen kann und mit Geld oder sonstigem niemals aufzuwiegen. Seid glücklich darüber, denn diesen Luxus können sich wirklich nur Wenige erlauben und verwirklichen.

    Mit der Rückkehr haben wir uns lange nicht beschäftigt, weil wir eigentlich auch gar nicht zurück wollten. Dementsprechend war die Ankunft und die Konfrontation mit der „normalen“ Welt auch nicht so leicht – verständlicherweise. Viele Weltreisenden berichten, dass die Rückkehr der schwerste Teil der Reise ist, was wir für uns bestätigen können. Die Gründe sind sehr vielfältig. Falls ihr euch hierzu austauschen wollt, Gleichgesinnte sucht, dann würden wir uns sehr über einen Austausch freuen. Unserer Erfahrung nach, können die Daheimgebliebenen die Empfindungen – auch oft verständlicherweise – nicht nachvollziehen.

    Ich wünsche Euch viel Kraft und Lebensfreude für die kommende Zeit. Gebt euch Zeit beim Verarbeiten der Eindrücke. Für das kommende Jahr wünsche ich euch die gleiche Schaffenskraft, may the journey never end!

    Viele Grüße
    Carsten

    Antworten
    • 27/12/2016 um 13:10
      Permalink

      Hi Carsten!
      Das freut uns, dass wir mit unseren Beiträgen ein wenig weiterhelfen konnten! Damit ist der Sinn des Blogs schon erfüllt :- ))

      Und zu deinen Gedanken… bei denen wir nur nicken konnten… da hast du vollkommen Recht. Wir merken es jetzt schon, dass hier nun mal der Preis regiert. Tiere? Umwelt? Klimawandel? Alles nicht greifbar oder zu weit weg. Nicht allerdings, wenn man es mit seinen eigenen Augen gesehen hat. Und einem die Welt plötzlich nicht mehr so weit weg vorkommt. Es ist merkwürdig und ein Thema, über das wir gerade fast jeden Tag noch sprechen, mal nebenbei beim einkaufen oder mal intensiv beim Abendessen.

      Dinge, die uns nicht loslassen, bei denen wir uns aber einig sind: Wir sind so unfassbar froh, es nun besser zu wissen, als vorher!

      Bisher geht es uns noch gut mit der Ankunft, da spielt ein großer Teil der Familie rein und gleichzeitig unsere Pläne für das nächste Jahr, die keinen Arbeitsvertrag vorsehen, sondern eben weiterreisen – daher scheint es für uns nicht wie ein „zurückkommen“, sondern eher wie ein „ankommen in einem neuen Leben“, aus dem wir einfach das Beste für uns rausholen wollen… und da treibt uns die Motivation und Aufregung :)

      Seit wann seid ihr denn zurück und nach wie langer Zeit? Und wie seid ihr damit umgegangen bzw. klappt es nun besser?
      Vielleicht mögt ihr uns ja einfach per Mail hierauf antworten :) mail@geh-mal-reisen.de

      Liebe Grüße!

      Antworten

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